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Bürgerwerkstatt St. Barbara in Wallerfangen: Die großen Pläne

Ehrenamtliche Helfer habne viel vor : Das sind die neuen großen Projekte und Ziele in St. Barbara

Die Mitglieder der Bürgerwerkstatt St. Barbara haben große Pläne. Und mit der Umetzung soll schon dieses Jahr begonnen werden. Was genau jetzt passieren soll.

Frische, bunte Blumen, renovierte Bushaltestellen und restaurierte Zäune findet man im Ortsteil St Barbara in der Gemeinde Wallerfangen. Und dass der Ort so schön ist, dafür sorgt unter anderem die Bürgerwerkstatt. „Wir sind die Bürgerwerkstatt St. Barbara und immer zwischen zehn und 20 Helferinnen und Helfer“, erzählt Gabi Both.

Die 58-Jährige ist in St. Barbara geboren und aufgewachsen. „Vor Jahren haben mein Mann und ich festgestellt, dass im Ort einiges passieren muss. So entstand die Idee, eine Bürgerwerkstatt zu gründen“, erzählt die Hausfrau. Direkt haben sich Helfer gefunden, die engagiert anpackten. „Wir streichen Wände rund um den Friedhof, schneiden Wege frei und entsorgen den Grünschnitt, außerdem pflanzen wir Blümchen am Ortseingang und der Ortsmitte. Wir kümmern uns um so einige Projekte“, betont Both. Alle Mitglieder der Werkstatt sind zwischen 40 und 70 Jahre alt. Ein Drittel der Ehrenamtlichen sind Frauen, die genauso anpacken wie die Männer. „Eine klassische Rollenverteilung gibt es bei uns nicht. Außerdem steht unsere Tür für weitere Helfer immer offen. Hilfe kann man nie genug haben“, sagt die Ehrenamtliche. Neue Projekte und Ziele haben die Bewohner aus St. Barbara auch schon in petto, denn ein Boule-Platz soll her. „Wir wollen dieses Jahr noch mit dem Bau des Platzes beginnen. Im Frühjahr möchten wir fertig werden“, erzählt Michael Grosche. Seine Frau Rita Grosche hat auch schon eine Idee für die Weihnachtszeit: „Es soll einen Adventskalender für St. Barbara geben.

Jeden Tag schmückt ein anderer Anwohner sein Fenster mit Lichtern und einer großen Zahl. Vor der Haustür sollen dann Süßigkeiten und Obst für die Kinder stehen. Die Kinder laufen am Abend durch die Straßen unseres Ortsteils und suchen das nächste Fenster. So bekommen die Kinder eine Aufgabe und schnappen dabei frische Luft“. Da Corona-bedingt viele Veranstaltungen ausfielen und ausfallen werden, ist das eine Corona-konforme Alternative für alle.

„Sonst gibt es Sankt Martin, einen Weihnachtsmarkt, eine Nikolausaktion und vieles mehr für die Kinder. Auch in diesem Jahr wird da nicht viel stattfinden können. Wir machen das Beste draus“, sagt Grosche zuversichtlich.

Seit dem Jahr 2017 sind die Aktiven im Ort unterwegs und bekommen von den Anwohnern sehr viel Lob: „Wir haben 823 Anwohner. Die Bürgerinnen und Bürger loben uns für unsere Arbeit und sprechen auch mal Verbesserungen oder Wünsche aus. Darüber sind wir sehr dankbar. Es ist schön zu sehen, wenn das eigene Engagement wertgeschätzt wird. Wir Helfer sind eine Gemeinschaft. Auch privat hilft jeder jedem. Natürlich konnten wir uns während der Corona-Pandemie nie mit allen treffen und arbeiten an unseren Projekten allein oder höchstens zu zweit. Trotzdem wissen wir, dass in der Not einer für den anderen einsteht“, erzählt Gabi Both.