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ESA-Astronauten Matthias Maurer und Thomas Pesquet gewinnen Medienpreis

Auszeichnung für Matthias Maurer und Thomas Pesquet : Astronauten erhalten Deutsch-Französischen Medienpreis

Der Große Deutsch-Französische Medienpreis 2021 geht an die Europäische Weltraumorganisation (Esa) und die beiden Astronauten Matthias Maurer und Thomas Pesquet.

Das haben die Mitglieder und Partner des Deutsch-Französischen Journalistenpreises (DFJP) entschieden. „Die Auszeichnung soll im Herbst in einer feierlichen Zeremonie in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens vergeben werden“, teilt ein DFJP-Sprecher mit. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ist derzeit der Bevollmächtigte der Bundesrepublik für die deutsch-französischen Kulturbeziehungen.

Zur Begründung erklärten der bisherige Vorstandsvorsitzende des Preises, Thomas Kleist, und sein Nachfolger, der Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR), Martin Grasmück, man wolle auf diese Weise ein Zeichen für die internationale Zusammenarbeit und die Bedeutung von Wissenschaft für den gesellschaftlichen Dialog setzen. In einem gemeinsamen Statement heißt es: „Die Corona-Pandemie hat uns allen einmal mehr gezeigt, wie zerbrechlich der Planet geworden ist und dass die großen Herausforderungen der Menschheit nicht mehr im nationalen Rahmen zu lösen sind.“ Dazu zähle neben der Bekämpfung des Coronavirus an erster Stelle der fortschreitende Klimawandel.

„Mit dem Blick aus dem Weltall können sich Thomas Pesquet und Matthias Maurer ein unmittelbares Bild vom Zustand der Erde machen. Durch ihr Expertenwissen, ihre Interviews und zahlreichen Beiträge in den Medien tragen sie außerdem ganz wesentlich dazu bei, vielen Menschen das Verständnis für wissenschaftliche Zusammenhänge näher zu bringen“, betont Kleist. Die ESA sei ein europäisches Vorzeigeprojekt und die aktuelle Mission stehe in besonderer Weise für die deutsch-französische Zusammenarbeit. Im Übrigen, so SR-Intendant Martin Grasmück, verbinde Wissenschaft und Qualitätsjournalismus das gemeinsame Ziel, durch Forschung beziehungsweise Recherche sowie durch die kontinuierliche Überprüfung von Fakten, falschen Erzählungen und Verschwörungstheorien den Boden zu entziehen.

 Matthias Maurer (links) und Thomas Pesquet (rechts) stehen gemeinsam vor einer SpaceX-Rakete.
Matthias Maurer (links) und Thomas Pesquet (rechts) stehen gemeinsam vor einer SpaceX-Rakete. Foto: ESA

Der Franzose Thomas Pesquet ist am 23. April an Bord des Raumschiffes Crew-Dragon des US-amerikanischen Unternehmens SpaceX zur Internationalen Raumstation (ISS) gestartet. Der Saarländer Matthias Maurer wird im Oktober in den erdnahen Orbit aufbrechen. Beide kennen sich seit der Astronautenauswahl im Jahr 2008/9, haben gemeinsam intensiv für den Einsatz im Weltall trainiert und sind auch privat befreundet. Sie werden voraussichtlich noch ein paar Tage gemeinsam fernab der Erde verbringen. Maurer hofft, dass ihm sein Kumpel dann einige Tipps und Tricks für das Leben in der Schwerelosigkeit zeigen wird.

Der neue Generaldirektor der Esa, Josef Aschbacher, der sein Amt im März angetreten hat, freut sich über die zusätzliche Aufmerksamkeit durch die Auszeichnung mit dem Großen Deutsch-Französischen Medienpreis: „Dieser hochkarätige Preis ehrt uns sehr. Gerade jetzt möchten wir als Esa positive, inspirierende Nachrichten für die Zukunft Europas beitragen. Das ‚deutsch-französische Tandem‘ Thomas Pesquet und Matthias Maurer ist ein großartiges Beispiel, wie man in Europa konkret, innovativ und auch ambitioniert zusammenarbeiten kann. In der Schwerelosigkeit des Alls arbeiten die beiden Esa-Kollegen an zahlreichen Experimenten, die unter anderem deutsche und französische Wurzeln haben.“