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First Responder in Freisen – eine Erfolgsgeschichte

500. Einsatz gefahren : First Responder – eine Erfolgsgeschichte

Die First-Responder-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Freisen nahm am 1. Januar 2014 den Dienst auf. Zurzeit sind 20 aktive Helfer Mitglied der Einheit. 500 Einsätze hat sie mittlerweile auf dem Buckel.

Am 9. November haben die First Responder in Freisen ihren 500. Einsatz als Ersthelfer vor Ort gefahren. Anlass war der schlechte Allgemeinzustand mit schweren Kreislaufproblemen bei einer Dame aus Oberkirchen. „Das war eine Nachbaralarmierung“, erklärt Oliver Kastel, Leiter der First Responder Freisen. „Eine unserer Kolleginnen wurde direkt vor Ort über die Notfalllage informiert und ist sofort binnen Sekunden an der Einsatzstelle gewesen.“

Dabei habe sich auch wieder gezeigt, wie wichtig die First-Responder-Einsätze sind, denn aufgrund der allgemeinen Lage war kein Rettungswagen in der näheren Umgebung verfügbar und es musste ein RTW aus Ottweiler angefordert werden. „Dadurch vergehen wichtige Minuten, in denen der Patient sonst unversorgt wäre, was unter Umständen über Leben und Tod entscheiden kann“, erklärt Kastel die Bedeutung der First Responder in der Rettungskette. Das therapiefreie Intervall so kurz wie möglich zu halten, ist eine der Herausforderungen, denen sich die First Responder tagtäglich stellen, erklärt dazu auch Christian Alles, stellvertretender Leiter der Gruppe.

Das unterstreicht auch Freisens Bürgermeister Karl-Josef Scheer: „Wir sind sehr froh, dass sich die Frauen und Männer der First Responder in unserer Gemeinde so stark engagieren. Das kommt im Falle eines Falles allen Einwohnern zu Gute und hilft entscheidend dabei mit, die Notfallversorgung sicher zu stellen.“

Geboren wurde die Idee der First Responder aus der Leidenschaft fürs Helfen. „Wir sind früher als Rettungssanitäter auch schon mal öfter in unserer Freizeit zu Hilfseinsätzen aus der Nachbarschaft gerufen worden. Denn alle, die bei den First Respondern mitfahren, kommen aus dem Rettungsdienst, sei es ehrenamtlich oder hauptberuflich.“ Nach der Änderung des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes war der Weg dann frei, sich als eine Untergruppe der Freiwilligen Feuerwehr anzugliedern und als First Responder offiziell in Erscheinung treten zu können. „Bis dahin war es aber ein langer und steiniger Weg, der fast zwei Jahre in Anspruch nahm“, erläutert Christian Alles. Die First-Responder-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Freisen nahm am 1. Januar 2014 den Dienst auf. Zurzeit sind 20 aktive Helfer Mitglied der Einheit. Finanziert wird die Gruppe über Spenden und den Förderverein.

Ein schrilles Alarmsignal unterbricht abrupt das Gespräch. „Bewusstlose Person in Oberkirchen“, kommentiert Oliver Kastell. Kastell und Alles sind sofort bereit in den Einsatz zu fahren. Aber da kommt auch schon die Entwarnung. Über Handy kommt die Information, dass bereits drei Ersthelfer aus Oberkirchen auf dem Weg sind. Sie sind näher am Ort des Geschehens, und Oliver Kastell und Christian Alles müssen nicht los. „Unserer Gruppe ist über die gesamte Gemeinde verteilt. Somit können wir viel schneller vor Ort sein, als die herkömmlichen Rettungsdienste“, erläutert Kastell.