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Volleyball: SSC Freisen nach Derbysieg wieder Spitzenreiter

Volleyball : SSC Freisen ist nach Derbysieg gegen VSG Saarlouis wieder Spitzenreiter

Die Volleyballerinnen des SSC Freisen haben in der 3. Liga Süd im vierten Saisonspiel ihren dritten Sieg gefeiert – im Derby gegen Saarlouis. Dessen Trainer Gilbert Pohl ist trotzdem angetan von der Leistung seines jungen Teams.

Anhand der Gesichter der Spielerinnen war am Samstagnachmittag um kurz nach halb sechs in der Freisener Bruchwaldhalle zu erkennen, in welche Richtung das Derby der 3. Liga Süd im Volleyball zwischen dem SSC Freisen und der VSG Saarlouis lief. Auf der einen Seite des Netzes biss sich die Saarlouiser Top-Spielerin Stefanie Höwer nach einem Punktgewinn der Gastgeberinnen enttäuscht auf die Lippe. Einige Ballwechsel später gelang Höwer mit einem Lob über Freisens Kim Schwan ein spektakulärer Punktgewinn. Während dies bei der VSG-Akteurin nahezu keine Regung auslöste, nahm die Freisenerin es nicht mit Ärger, sondern cool mit einem Lächeln im Gesicht und achselzuckend zur Kenntnis.

Denn Schwan ahnte da bereits, dass sie mit ihrem Team als Sieger das Feld verlassen würde: Mit ihrem Lob verkürzte Höwer für die VSG im vierten Durchgang auf 15:21. Nach Sätzen lag Freisen zu diesem Zeitpunkt mit 2:1 vorne. Wenig später machten die Gastgeberinnen vor 130 Zuschauern in der ausverkauften Halle den Sack zu. Ein Schmetterball von Krystsina Bustamante-Lapko tanzte zunächst auf der Netzkante herum und fiel dann zum 25:19 für Freisen auf den Boden.

„Ich bin soweit zufrieden“, erklärte SSC-Trainerin Brigitte Schumacher nach dem letzten Ballwechsel. Denn schließlich kletterte ihr Team durch den Derby-Sieg wieder auf den ersten Tabellenplatz. Die VSG bleibt dagegen sieglos Vorletzter. Dennoch zeigte sich Trainer Gilbert Pohl angetan von der Leistung seines jungen Teams. „Der Sieg von Freisen war verdient. Ich bin aber dennoch hochzufrieden, weil wir dem SSC einen heißen Kampf geliefert haben“, erklärte der Übungsleiter. „Man muss ja auch bedenken, dass wir ein Aufsteiger sind und Freisen ein etablierter Drittligist ist.“

Schumachers Analyse: „Wir haben stark begonnen, zwischendurch aber vergessen, dass mit Stefanie Höwer eine ganz starke Spielerin auf der anderen Seite steht. Danach haben wir aber zum Glück wieder ins Spiel gefunden.“ Das bedeutete konkret: Freisen überzeugte im ersten Satz und gewann diesen klar mit 25:17. Doch im zweiten Satz ließen die Hausherrinnen nach. Saarlouis kam besser in die Partie – auch weil Höwer besser bedient wurde, nachdem Pohl die etatmäßige Zuspielerin Nadine Krämer ins Spiel gebracht hatte. Sie hatte zunächst auf der Bank gesessen, da sie in der Woche vor der Partie berufsbedingt kaum trainieren konnte. Zwar wäre der SSC fast nach einem 11:19-Rückstand noch einmal zurückgekommen, doch Freisen verlor den zweiten Durchgang mit 23:25.

 Gute Stimmung herrschte bei den Freisener Volleyballerinnen. Hier klatscht Carolin Späth mit dem Teamkameradinnen ab.
Gute Stimmung herrschte bei den Freisener Volleyballerinnen. Hier klatscht Carolin Späth mit dem Teamkameradinnen ab. Foto: B&K/Bonenberger / B&K

Die Nerven verlor Freisen danach aber nicht: Der dritte Satz war eine klare Angelegenheit und ging mit 25:17 an das Schumacher-Team. Die Aufschläge beim SSC kamen wieder besser. Zudem war Freisen mit seinen Schmetterbällen wieder erfolgreicher – auch wenn den kampfstarken Saarlouiserinnen einige spektakuläre Abwehraktionen gelangen. Zu Beginn des vierten Satzes lagen die Nordsaarländerinnen noch einmal knapp hinten (4:5) – bis die Rädchen wieder besser ineinander griffen. Als Carolin Späth ein Ass schlug, hieß es im dritten Satz 9:6 für Freisen. Diese Führung bauten die Gastgeberinnen weiter aus: Schwan schmetterte das Leder wuchtig zum 16:8 übers Netz. Wenig später nutzte Freisen seinen zweiten Matchball zum 25:19.

Für den SSC steht nun am kommenden Sonntag um 15 Uhr das Saarderby beim TV Lebach an. Saarlouis reist am Samstag zum Tabellen-
achten VfR Umkirch. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr.