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Volleyball: SSC Freisen verliert erstes Spiel in der 2. Liga in Wiesbaden

Volleyball, 2.Liga : Eine Niederlage, die Freisen Mut macht

Die Volleyballerinnen des SSC Freisen haben im ersten Zweitliga-Spiel der Vereinsgeschichte am Sonntag eine Niederlage hinnehmen müssen. Der SSC unterlag Vizemeister Wiesbaden II mit 0:3, zeigte dabei aber eine ordentliche Leistung.

Spiel verloren, aber Premiere dennoch geglückt. So lässt sich das erste Spiel von Aufsteiger SSC Freisen in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd am Sonntag beschreiben. Vor 80 Zuschauern zogen die Nordsaarländerinnen beim amtierenden Vizemeister VC Wiesbaden II mit 0:3 den Kürzeren.

Doch die Vorstellung, die ihr Team dabei zeigte, macht Trainerin Brigitte Schumacher Mut für die kommenden Aufgaben. „Ich bin ziemlich zufrieden. Es hat uns allen Spaß gemacht, und das war auf jeden Fall eine Leistung, auf der wir aufbauen können“, urteilte die Übungsleiterin. „Es war nicht so, dass Wiesbaden immer einen Angriff gestartet und dann direkt den Punkt gemacht hätte. Viele Ballwechsel waren sehr lang.“

Zudem gelang es ihrer Mannschaft, sich im Laufe des Spiels immer besser auf die Herausforderungen in der höheren Liga einzustellen. „Ich würde nicht sagen, dass wir am Anfang nervös waren, aber wir hatten vielleicht doch ein wenig zu viel Respekt“, fand Schumacher. „Während die Annahme und das Zuspiel die ganze Partie über stabil waren, waren wir bei den Aufschlägen und im Angriff am Anfang noch nicht so durchschlagskräftig.“

Das führte dazu, dass die mit vielen großen Spielerinnen angetreten Gastgeberinnen den ersten Durchgang klar mit 25:14 gewannen. Im zweiten Satz wurde es dann schon etwas enger. Der ging nur noch mit 25:18 an die Reserve des Bundesligisten.

Im dritten Satz war Freisen dann endgültig auf Augenhöhe mit dem Favoriten angekommen. Bei der ersten technischen Auszeit lag der SSC sogar mit 8:5 vorne. Die Gastgeberinnen ließen sich davon aber nicht beeindrucken und wendeten das Blatt. Bei der zweiten technischen Auszeit hieß es 16:14 für Wiesbaden II.

Als dem VC danach zwei weitere Punkte gelangen, schien die Partie gelaufen. Doch Freisen gab nicht auf – und schaffte den Ausgleich zum 20:20. „Da wäre ein Satzgewinn für uns durchaus im Bereich des Möglichen gewesen“, erklärte Schumacher. Doch dann hatte der Vizemeister das bessere Ende für sich. Wiesbaden II holte sich den dritten Satz mit 25:21.

Zur ersten „Spielerin der Partie“ in der 2. Liga wurde auf Freisener Seite Zuspielerin Leonie Dewes gewählt. Eine starke Leistung zeigten in den Reihen des Liga-Neulings aber auch die beiden neu verpflichteten Libera Michelle Grandinetti (kam vom TV Holz) und Lena Zewe (vom TV Lebach). Auch die ebenfalls vom TV Lebach gekommene Außenangreiferin Linda Kiefhaber bekam ein paar Spielminuten – und machte ihre Sache gut.

Die einzige Spielerin, auf die Freisen beim Liga-Auftakt verzichten musste, war die Weißrussin Krystsina Bustamante-Lapko, deren Spielgenehmigung für die 2. Liga noch nicht vorlag. Sie saß deshalb als Scout nur auf der Bank. Der SSC hofft, dass die Spielberichtigung für die 28-Jährige zeitnah eintrifft. Denn bereits am kommenden Samstag sind die Nordsaarländerinnen wieder in der 2. Liga im Einsatz. Um 19 Uhr spielt der Aufsteiger dann in der Nähe von Nürnberg beim TV Altdorf.

Der Franken haben schon zwei Saisonspiele absolviert – und beide gewonnen. Altdorf setzte sich bei den Vorwärts Sachsen Volleys Grimma mit 3:1 und beim VCO Dresen mit 3:0 durch. „Ich habe mir Altdorf im Live-Stream angeschaut. Das wird erneut eine schwere Aufgabe“, erläutert Schumacher. „Aber wenn wir unser schnelles Spiel durchziehen können, dann gelingt uns vielleicht der erste Satzgewinn – oder sogar ein wenig mehr“, hofft sie.