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Geschäftsführer der Marienhaus Kliniken rechtfertigt Verlegung von Brustzentrum

Kreistag St. Wendel : Geschäftsführer der Marienhaus Kliniken rechtfertigt Verlegung von Brustzentrum

In der Kreistagssitzung hat Klaus-Peter Reimund, Geschäftsführer der Marienhaus Kliniken GmbH, erläutert, warum das Brustzentrum von St. Wendel nach Neunkirchen (Kohlhof) verlegt wird.

Demnach müsse der Träger eine bestimmte Summe an Fallzahlen nachweisen, um Zertifizierungskriterien zu erfüllen. Diese zu erreichen, sei jedoch „alles andere als ein Selbstläufer“. „Die Entscheidung ist letztlich von der Zielrichtung geprägt, den Einzugsbereich für Tumorerkrankungen zu erweitern“, sagte Reimund. Zudem bestehe in Neunkirchen die Möglichkeit, einen Mammografie-Arbeitsplatz einzurichten. Dieser Schritt sei für Anfang des Jahres 2022 geplant. Gleichzeitig wolle man der Geburtshilfe am Standort in St. Wendel mehr Beachtung schenken. Wie Staatssekretär Stephan Kolling (CDU) versprach auch Geschäftsführer Reimund, dass im ersten Quartal die Kreißsäle modernisiert und Familienzimmer eingerichtet würden.

„Im Jahr 2002 waren im Saarland noch 15 Krankenhäuser im Bereich der Geburtshilfe unterwegs. Im Jahr 2020 waren wir bei acht Standorten angekommen“, sagte Reimund. Einige Kliniken seien komplett vom Netz gegangen, andere zusammengeschlossen worden. Seit 2016 sei im Saarland im Schnitt mit etwa 9000 Geburten jährlich zu rechnen. In den Marienhäusern in St. Wendel und Neunkirchen würden pro Jahr mehr als 2000 Kinder geboren. Zähle man den Standort Saarlouis dazu, komme man auf mehr als 3100 Geburten. „Es ist ein kleines Dorf, was hier jährlich in Marienhaus Kliniken auf die Welt kommt. Das unterstreicht, dass wir als professioneller Träger das Thema Geburt nicht nur wertschätzen , sondern uns da auch engagieren“, betonte Reimund.