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Marvin Geisenhainer spricht über Kommunalpolitik in Namborn

Marvin Geisenhainer im Gespräch : Zwischen Narrenbühne und Holzbackofen

Namborner Gemeinderatsmitglied Marvin Geisenhainer im Porträt: Warum er in die Politik ging, was er liebt und gerne macht.

In einer Serie stellt die SZ junge Kommunalpolitiker vor. Der 26-jährige Marvin Geisenhainer aus Hirstein ist Mitglied des Namborner Gemeinderates und im Vorstand des Kreisverbandes St. Wendel der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Gespräch erzählt er, weshalb er den Weg in die Politik gewählt hat und welche Themen ihm wichtig sind.

Seit 2015 ist Marvin Geisenhainer in der CDU, die Wahl der zu ihm passenden Partei fiel ihm leicht: „Ich bin da quasi reingewachsen, denn meine Eltern sind schon lange CDU-Mitglieder, und so habe ich über die Jahre ebenfalls Kontakte geknüpft und es sind auch viele Freundschaften entstanden. Dadurch war klar, dass ich gerne in die CDU eintreten möchte, was ich dann vor sechs Jahren auch gemacht habe“, erläutert der angehende Verwaltungsfachangestellte. Und weiter: „Durch meinen Vater habe ich zudem das Ehrenamt kennengelernt, denn er war hier in Hirstein im Ortsrat“.

Im Ortsrat ist der 26-Jährige indes nicht aktiv, er hat aber dennoch mehrere Positionen inne. So ist er seit 2019 im Namborner Gemeinderat im Finanz- und Personalausschuss sowie im Rechnungsprüfungsausschuss vertreten, im gleichen Jahr übernahm er auch die Rolle des Referenten für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Kreisverband der CDA. Daneben leitet er den Hirsteiner Ortsverband als dessen Vorsitzender und ist Schriftführer des Gemeindeverbandes.

Doch was motiviert einen jungen Mann zu so viel kommunalpolitischem Engagement?  Geisenhainer hat da eine eindeutige Antwort parat: „Mir ist es wichtig, meine eigene Zukunft und die von anderen mitzugestalten. Ich möchte mich nicht nur als Außenstehender über die Politik beschweren, sondern selbst mit anpacken, etwas bewegen, für unsere Region und für das ganze Saarland“. Dabei spielt für ihn die Demokratie eine Schlüsselrolle: „Die freiheitlich-demokratische Grundordnung ist ein hohes Gut, für das unsere Vorfahren lange und hart gekämpft haben. Deshalb ist es mir sehr wichtig, dass die Demokratie auch kommenden Generationen erhalten bleibt“, sagt der Hirsteiner, der hofft, dass sich wieder mehr junge Menschen finden, die den Weg in die Kommunalpolitik wagen und so etwas für die Gemeinschaft tun.

Als weiteres bedeutendes Zukunftsprojekt sieht er den Ausbau der Digitalisierung: „In Zeiten der Corona-Pandemie wurde offensichtlich, dass wir da noch meilenweit zurückliegen, vor allem in den Schulen und Kindergärten. Gerade beim Onlineunterricht kam es oft zu Problemen. Die Kinder sollten ferner schon von klein auf geschult werden, damit sie auch die Gefahren des Internets erkennen und damit umzugehen lernen“.

Geisenhainer  engagiert sich nicht nur in der Kommunalpolitik, er ist obendrein noch im Vereinsleben aktiv: „Beim Karnevalverein Alleh Hopp Gehweiler bin ich im Vorstand tätig und außerdem stehe ich auch bei den Kappensitzungen auf der Bühne. Ich trete sowohl im Paartanz als auch mit der Garde zusammen auf“. Und noch ein zweiter Verein gehört fest zu seinem Leben: „Ich bin Mitglied im Holzbackofenverein Hirstein. Da wird zu bestimmten Terminen der Holzbackofen angefeuert und dann können alle Mitglieder Brot und Kuchen backen. Dabei besteht die Besonderheit des Vereins darin, dass hier Jung und Alt vereint sind“, berichtet der Jungpolitiker, für den es nach eigener Aussage von großer Bedeutung ist, dass das Ehrenamt und das Vereinswesen nicht aussterben. Und noch etwas liegt ihm sehr am Herzen: „Ich bin ein absoluter Familenmensch. Mein Lieblingsplatz ist bei der Familie, mit der ich sehr viel Zeit verbringe, nicht nur mit meinen Eltern und meinem Bruder, sondern auch mit dem erweiterten Familienkreis“, konstatiert Marvin Geisenhauer, der seine Zukunft – sei es in privater, beruflicher oder kommunalpolitischer Hinsicht – im Landkreis St. Wendel sieht. Hier, in der geliebten Heimat, ist der junge Mann auch in seiner Freizeit sehr gerne auf Inlineskates unterwegs, dabei hat er zwei Lieblingsstrecken: „Den Wendelinus-Radweg zwischen St. Wendel und Tholey nutze ich sehr gerne. Außerdem finde ich den Rundweg im Wendelinuspark sehr gut zum Inlineskaten“, erzählt er.