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Astronaut Matthias Maurer verabschiedet sich aus dem Saarland

Abschied aus dem Saarland : Was Tobias Hans Esa-Astronaut Matthias Maurer für seinen Start ins All wünscht

Voraussichtlich am 31. Oktober wird Esa-Astronaut Matthias Maurer die Erde verlassen. Von seiner Heimat hat er jetzt schon Abschied nehmen müssen. Zu diesem Anlass kam auch Ministerpräsident Tobias Hans.

Es waren die letzten Stunden in der Heimat vor dem Start. Am Montagabend hat sich Esa-Astronaut Matthias Maurer offiziell aus dem Saarland verabschiedet. „Ich kann es gar nicht fassen, dass ich in knapp zwei Monaten zur Internationalen Raumstation fliegen werde. All das fühlt sich noch nicht real an“, erklärte er bei einer kleinen Feier im Weltraum-Atelier in Mosberg-Richweiler. Zu der Veranstaltung hatte Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) geladen. Er nutzte die Gelegenheit, um dem Himmelsstürmer aus der Gemeinde Oberthal viel Glück für seine Mission auszusprechen und die Bedeutung der Raumfahrt für die Menschheit zu betonen. „Ich wünsche ihm vor allem, dass sein Forschungsauftrag erfolgreich sein wird und er die Zeit dort oben nutzen kann, um noch mal einen anderen Blick auf die Erde zu kriegen“, sagte Hans.

Läuft alles nach Plan, wird Maurer am 31. Oktober in einer amerikanischen Crew-Dragon-Kapsel vom Kennedy Space Center in Florida (USA) abheben. In den Sitzen neben ihm nehmen die Nasa-Astronauten Kayla Barron, Raja Chari und Tom Marshburn Platz. Ungefähr sechs Monate lang wird die Crew-3 in der ISS um die Erde kreisen. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, in der Schwerelosigkeit Experimente aus unterschiedlichen Forschungsbereichen durchzuführen. Ein Höhepunkt der Cosmic-Kiss-Mission wird sicherlich der für April 2022 angesetzte Weltraumspaziergang. Als erster Deutscher seit zwölf Jahren soll Maurer im russischen Orlan-Raumanzug durch die Luftschleuse schweben.

Auf seinen Einsatz im erdnahen Orbit fühlt sich der 51-Jährige bestens vorbereitet. Immerhin trainiert er schon seit Juli 2015 für die galaktische Reise. Das Saarland verlässt er dennoch mit gemischten Gefühlen. „Auf der einen Seite freue ich mich total auf die spannende Zeit, die vor mir liegt“, erzählte der Astronaut. Auf der anderen Seite seien die vorerst letzten Stunden in der Heimat ziemlich emotional gewesen. „Vor allem bei der Verabschiedung von meinen Eltern ist schon ein bisschen Wehmut dabei“, gestand Maurer.