Lichterfahrten der Bauern : „Ohne Bauern geht es nicht“ - Warum Landwirte mit bunt geschmückten Traktoren durchs St. Wendeler Land fuhren

„Ohne Bauern geht es nicht“ lautete die Devise der Traktor-Rundfahrt durchs St. Wendeler Land.

Mit einem Korso von 32 Traktoren haben die Landwirte der ganzen Gegend und auch weit darüber hinaus einen Funken Hoffnung in die Nacht getragen. Zum größten Teil sehr aufwändig mit unzähligen farbenfrohen  Lichtern in Szene gesetzt, setzten sich die Traktoren in Selbach in Marsch. Nach den ersten erfolgreichen und emotionalen Weihnachts-Traktorfahrten im vergangenen Jahr, haben sich auch in diesem Jahr Landwirte aus ganz Deutschland dazu entschlossen, mit ihren bunten Traktoren wieder Kinderaugen – und nicht nur die – zum Strahlen zu bringen.

Nach dem Start in Selbach machte sich der erste Korso des Saarlandes weiter auf die Strecke einmal rund um den Bostalsee über Neunkirchen/Nahe, Bosen, Eckelhausen, Türkismühle und Gonnesweiler wieder zurück nach Selbach und dann weiter über Gronig, Oberthal, Bliesen bis in die Kreisstadt nach St. Wendel.

Organisiert wurde die Fahrt von Justin Maier und Benni Zöhler. Von überall her kamen die Besucher. „Wir sind extra wegen der Kinder hier nach Selbach gekommen“, erzählte eine Dame mit Neunkircher Kennzeichen. Aber auch aus Birkenfeld und Saarlouis waren Zuschauer gekommen, das konnte man zumindest an den Autokennzeichen erkennen. „Das war ja wirklich mal etwas sehr schönes“, bemerkte eine Zuschauerin, nachdem der letzte Traktor vorbei gefahren war. Und eine andere: „Es ist nur schade, dass die so schnell gefahren sind. Wir hätten da noch gerne viel länger zugeschaut.“

 Der Korso mit 32 Traktoren sollte auch ein Zeichen der Hoffnung setzen.
Der Korso mit 32 Traktoren sollte auch ein Zeichen der Hoffnung setzen. Foto: Ralf Mohr

Allerdings hatte der Traktorkorso auch noch einen anderen Hintergrund. Unter dem Motto „Ohne Bauern geht es nicht“, wollten die Landwirte darauf aufmerksam machen, dass ihre Arbeit letztendlich die Grundvoraussetzung für unser aller Ernährung schafft.

Denn ohne die Arbeit der Landwirte, bleiben die Regale im Supermarkt oder im Tante-Emma-Laden um die Ecke leer. Selbst während der immer noch andauernden Corona-Krise haben die Landwirte ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt und dafür gesorgt, dass die Versorgung mit Lebensmitteln ununterbrochen sichergestellt war, wenn auch andere Güter des täglichen Bedarfs knapp wurden.

Weitere Lichterfahrten unter dem Zeichen von „Ein Funken Hoffnung“ finden am 12. Dezember im Raum Wadern statt, am 19. Dezember geht es durchs Köllertal, am 22. Dezember sind Traktoren im Raum Schmelz unterwegs und am 23. Dezember geht es im Landkreis Neunkirchen durch Heiligenwald, Schiffweiler, Stennweiler, Welschbach, Hüttigweiler und Wemmetsweiler.

Wer also dieses besondere Erlebnis im Landkreis St. Wendel verpasst hat, hat an den oben genannten Standorten noch einmal die Gelegenheit, sich von den Lichtern in der Nacht verzaubern zu lassen.