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Modellbahnverein Wolfersweiler begeisterte das Publikum

Modellbahnbörse : Allein 2000 Autos waren im Angebot

In Wolfersweiler ging die dritte Modellbahnbörse über die Bühne. 15 Aussteller zeigten ihre Waren.

„Endlich gibt es wieder eine Modellbahnbörse“ – das war der Tenor, den man bei den Besuchern der dritten Modellbahnbörse des Modellbahnvereins Wolfersweiler in der Mehrzweckhalle hörte. Waren doch coronabedingt viele Veranstaltungen ausgefallen. „Wir sind sehr froh, unseren Freunden und Gästen wieder etwas bieten zu können“, freute sich daher auch der neue Vereinsvorsitzende Hermann Becker über die Veranstaltung. „Wir sind mit knapp 300 Besuchern zwar etwas hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben, aber wenn man bedenkt, dass Kinder und Jugendliche wegen des freien Eintritts nicht erfasst wurden, dann kann man mit noch deutlich mehr Gästen rechnen“, bemerkte Becker. Die Autokennzeichen auf dem Parkplatz offenbarten, dass die Besucher aus dem gesamten Saarland, aus Luxemburg, Lothringen, Birkenfeld, Pirmasens, Zweibrücken und Ludwigshafen nach Wolfersweiler gekommen waren.

„Wir haben ein stimmiges Hygienekonzept. Es gelten die „Drei-G-Regeln und Maskenpflicht, und wir haben für eine ausreichende Belüftung der Halle gesorgt“, so der Vorsitzende weiter. 15 Aussteller aus nah und fern, aus Südwestdeutschland und Luxemburg haben ihre Waren feilgeboten.

Durch alle modellbahnerischen Spurweiten ging das Angebot von der Spur Z mer Mini-Club im Maßstab 1:220 bis hin zur Spur G der Gartenbahner im Maßstab 1:22,5. Lokomotiven, Güter- und Personenwagen, Zugpackungen, Startpackungen, Gleise, Weichen, Trafos, digitale Steuergeräte – es gab so gut wie nichts, was es nicht gab. Auch die Landschaftsgestalter kamen auf ihre Kosten, und Fachliteratur gab es in großer Auswahl. Mit mehr als 2000 Modellautos im Maßstab 1:87, also für die Modelleisenbahnspur H0, war Heinz Hanewald mit seiner Gattin aus Pfungstadt angereist. Wer da nicht fündig wurde, war selber schuld. Patrick Bopp aus Luxemburg begeisterte die Besucher mit seinen täuschend echten Alterungen an Modellbahnwagen und Gebäuden. „Wenn es trocken ist, dann sieht es genauso rostig aus wie die da“, zeigte er auf eine alte Diesellok auf einem Mini-Diorama, so nennen Modellbauer einen kleinen Landschaftsausschnitt auf einem Brettchen.

 Patrick Bopp aus Luxemburg ließ sich sehr gern dabei zuschauen, wie er aus Neu Alt macht, indem er die Wagen und Lokomotiven farblich so behandelt, dass sie so richtig „abgeranzt“ aussehen – realistischer geht kaum.
Patrick Bopp aus Luxemburg ließ sich sehr gern dabei zuschauen, wie er aus Neu Alt macht, indem er die Wagen und Lokomotiven farblich so behandelt, dass sie so richtig „abgeranzt“ aussehen – realistischer geht kaum. Foto: Ralf Mohr

Man wollte gar nicht aufhören im zuzuschauen. Jürgen Hess vom Verein hatte eine große Kollektion selbst hergestellter Modellbauaccessoires mitgebracht. Im Drei-D-Drucker entstehen Kaimauern, Regale für Werkstätten und vieles mehr, was es sonst so nicht oder nicht in ausreichender Qualität im Handel gibt.

Es gab wirklich für jeden Etwas, für den Sammler, der schon lange nach einem Schätzchen gesucht hatte und für den Modellbahneinsteiger, der sich kostengünstig mit gebrauchtem Material ausstatten wollte. Eine große Tombola mit einer digitalen Startpackung als Hauptpreis rundete die Börse ab. Modellbahnverein, Aussteller und Besucher waren rundum zufrieden, und so geht Hermann Becker davon aus, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine Börse geben wird.

Wer mehr erfahren möchte, kann  einfach zu den regelmäßigen Treffen, immer dienstags ab 19 Uhr in der alten Schule in Wolfersweiler, kommen.

www.modellbahnverein-wolfersweiler.de