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Strandkorb-Open-Air am Bostalsee: Philipp Poisel begeistert mit Auftakt

Strandkorb-Open Air-Auftaktkonzert : Philipp Poisel mit furiosem Auftakt am Bostalsee

Knapp 1300 Besucher feiern den Auftritt von Sänger Philipp Poisel und zugleich den Auftakt der Strandkorb-Open-Airs am Bostalsee.

Montag, 18.30 Uhr, am Bostalsee. Eine Familie beendet den Badetag, die Luftmatratzen werden im Auto verstaut. Bei strahlendem Sonnenschein sind Spaziergänger und Radfahrer auf dem Rundweg unterwegs, Kinder jauchzen vor Freude beim Schaukeln und Rutschen auf dem Spielplatz. Einige Meter weiter beginnt die Festivalwelt.

Strandkörbe stehen exakt in Position, Werbung flimmert über die LED-Wände an der Bühne, die Security-Mitarbeiter warten auf die ersten Gäste. „Endlich geht es los“, sagt Veranstalter Tom Schwarz und lächelt. Lange haben er und sein Team auf diesen Moment hingearbeitet. Es ist der Auftakt zu der Strandkorb-Open-Air-Reihe am Bostalsee.

19 Uhr: Nach und nach treffen die Zuschauer ein, beziehen ihre Strandkörbe auf den Inseln Helgoland, Rügen, Sylt, Föhr, Norderney und Fehmarn. Die einzelnen Event-Bereiche sind nach Eilanden benannt worden. Passt zum Thema und bietet gleichzeitig kleinere coronakonforme Einheiten, mit Hilfe derer sich Abstände und das Reduzieren von Kontakten prima einhalten lassen. Die ersten Gäste öffnen ihre Kühlboxen, die an der Seite der Körbe bereitstehen. Viele haben bereits im Vorfeld online im Gastro-Shop Getränke und Snacks geordert. Andere holen das jetzt per Smartphone nach. Dann können auch sie anstoßen: „Auf ein schönes Open-Air.“

Philipp Poisel macht den Anfang beim Strandkorb-Open-Air am Bostalsee

20 Uhr: Die Scheinwerfer gehen an, die ersten Töne erklingen: Philipp Poisel und Band legen los. Für die Besucher bedeutet das: zurücklehnen und genießen. Ob sanfte Melodie oder Uptempo – es lohnt sich bei Philipp Poisel, immer genau hinzuhören. Seine Texte haben Tiefgang, zeichnen wunderschöne Bilder, treffen mitunter mitten ins Herz.

„Es ist schön, dass Ihr da seid!“, lässt Sänger Poisel seine Fans wissen und stimmt den nächsten Song an: „Mit jedem deiner Fehler“. Das Konzert ist eine Reise durch die Schaffenswelt des Künstlers mit Liedern von verschiedenen Alben. Mal wird es andächtig leise auf dem Open-Air-Gelände, mal klatschen die Besucher mit, auch ein bisschen getanzt wird vorm Strandkorb. Besonders sind aber immer wieder jene Momente, in denen die Fans die Liedzeilen mitsingen wie bei „Wie soll ein Mensch das ertragen“ oder „Ich will nur“. Als die Töne vom letztgenannten Lied verklingen, ruft ein Fan „Nochmal!“. Weil es so schön war.

Die Stücke gehen quasi ineinander über, lassen nur etwas Raum für den Applaus der Gäste. „Es ist gerade so schön mit Euch“, haucht Poisel zwischendrin ins Mikro. Dieses Kompliment geben die Fans sicher an ihn und seine Band zurück. Lieder wie „Eiserner Steg“, bekannt aus dem Schweighöfer-Film „What a man“, „Halt mich“, „Das Glück der anderen Leute“ oder „Roman“ gehören zum Programm.

Kurz nach 21 Uhr verabschiedet sich Philipp Poisel mit einem „Danke schön“ und verlässt die Bühne. Rhythmisches Klatschen setzt ein – und ja, der Künstler kommt zurück. „Lass mich endlich los“ heißt es in dem Song „Alte Bilder“. Aber das wollen die Poisel-Fans noch nicht. Bis zur letzten Minute genießen sie das Konzert. Nach „Wo fängt Dein Himmel an“ schallt langer Applaus übers Festivalgelände. Dann wird es Zeit für das letzte Stück des Abends: „Alt und grau“. Darin singt Poisel unter anderem von den „Stürmen dieses Lebens.“ Der mit Namen Corona rückt an diesem Abend für gute zwei Stunden mal ganz weit weg.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Eindrücke vom Poisel-Konzert