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Im Landkreis St. Wendel wird nun an Schulen geimpft

Impfen an Schulen im St. Wendeler Land : Impfen steht nun auf dem Stundenplan

Im St. Wendeler Land wird die ganze Woche über an weiterführenden Schulen geimpft. So verlief der Auftakt.

Die Impfquote muss gesteigert werden, fordert Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in nahezu jedem Interview. Die Infektionszahlen bei Ungeimpften seien mehr als zehnmal höher als bei Geimpften, 90 Prozent der Covid-Patienten auf Intensivstationen seien ungeimpft. Als erster Kreis im Saarland bietet der Landkreis St. Wendel jetzt diese und nächste Woche freiwillige Impfungen an weiterführenden Schulen an.

Im Werkraum am sozialpflegerischen Zweig der St. Wendeler Dr.-Walter-Bruch-Schule hat am Montag ein mobiles Impfteam, bestehend aus drei administrativen und drei medizinischen Mitarbeitern, die ersten Spritzen gesetzt. Insgesamt 17 Schüler waren dazu angemeldet, zwei weitere sind noch dazugekommen. Geimpft wird mit den Vakzinen Johnson & Johnson, zugelassen ab 18 Jahre, sowie Biontech. Die Zwölf- bis 15-Jährigen müssen zum Termin einen Erziehungsberechtigten mitbringen. Bei den 16- bis 18-Jährigen ist die Vorlage einer unterschriebenen Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten zur Impfung nötig.

„Der Unterrichtsablauf wird nicht gestört“, sagt Schulleiter Hubert Maschlanka. Zuvor seien Aufklärungsbogen verteilt worden. „Zweimal pro Woche haben wir immer eine Testung an jedem Standort der Schule“, so Maschlanka. Ohne den vor einem Jahr noch fehlenden Coronatest und Impfstoff sei die praxisnahe Ausbildung besonders im Bereich der Erzieher ein großes Problem gewesen. „Praktika sind abgesagt oder ausgefallen, und bei einer dualen Ausbildung war immer eine Quarantäne im Bereich des Möglichen“, berichtet der Schulleiter. Mittlerweile sei die Impfquote an der Akademie für Erzieher sehr hoch.

Derweil sind fünf Schüler geimpft und nehmen in der Wartezone im Freien auf einem Stuhl Platz. „Es war meine erste Impfung. Vorher wollte ich nicht so wirklich, aber es bleibt einem wohl nicht anderes übrig“, findet eine Schülerin. Nach einer Ruhezeit von 15 Minuten kehrt sie zum Unterricht zurück. Kein Wunder, bei mittlerweile so viel Routine, dass bei den 19 Schülern der ganze Vorgang zügig verläuft und nach 20 Minuten abgeschlossen ist. Der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson wird nur einmal verabreicht. Bei einer Impfung mit Biontech können die Schüler nach einem Zeitraum von drei Wochen die Zweitimpfung entweder bei ihrem Hausarzt oder bei einem der mobilen Teams erhalten.

Während dieser Woche, so sieht es der Fahrplan des Landkreises vor, wird an jedem Werktag in der Zeit von 9 bis 14 Uhr an einer weiterführenden Schule im St. Wendeler Stadtgebiet geimpft. An diesem Dienstag haben sich 40 Schüler am technisch-gewerblichen Zweig der Dr.-Walter-Bruch-Schule zur Impfung angemeldet.