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Motorrad: Supermoto-Rennen am Wochenende in St. Wendel

Motorradrennen : Die Supermoto ist zurück in St. Wendel

Die Rennen in der Kreisstadt gelten als Saison-Höhepunkt. Diesmal läuten sie die heiße Phase der Meisterschaft ein.

Spektakulär soll es abgehen, wenn an diesem Wochenende die aktuell besten Supermoto-Piloten im St. Wendeler Wendelinuspark am Gasgriff drehen. Mit 260 Startern meldet  der ADAC Saarland als Veranstalter einen neuen Teilnehmer-Rekord.

Der knapp 1,2 Kilometer lange Rundkurs mit Asphalt- und einem Offroad-Anteil mit Sprüngen ist bestens präpariert. „Zwei Jahre sind seit dem letzten Rennen hier ins Land gegangen, da haben wir schon einiges mähen müssen“, sagt Organsationsleiter Hartmut Gisch lachend. Der erste Sprung sei leicht verändert und die gesamte 270 Meter lange Offroad-Piste glatt gezogen worden. „An der Strecke an sich haben wir nichts verändert. Es wird die Version von 2019 gefahren, die ist gut angekommen“, sagt Gisch. Bei den Piloten gelten die Rennen in St. Wendel längst als Höhepunkt der Saison.

Seit zehn Tagen baut Gisch mit seinem Team die Rennstrecke auf – und je näher die Veranstaltung rückt, umso mehr steigert sich der Personaleinsatz. Und auch wenn die Supermoto-Piloten dann über die Piste fliegen, ist Gisch mit seiner Mannschaft im Standby-Modus. „Das hier ist ja keine permanente Rennstrecke und wir müssen sofort auf alles reagieren“, sagt der Orga-Chef.

In St. Wendel wird der vorletzte Lauf der diesjährigen Internationalen deutschen Supermoto-Meisterschaft gestartet. Somit werden sich die Piloten packende Kämpfe um wichtige Meisterschaftspunkte liefern. Die Zeiten, als lokale Zweirad-Helden wie Markus Volz aus Dirmingen und Dirk Spaniol aus Hirzweiler in der Topklasse S1 um die Spitzenplätze mitgerast sind, gehören der Vergangenheit an. Nach vier Rennen führt Jan Deitenbach (Husqvarna) das Gesamtklassement in der Klasse S1 mit 160 Punkten an. Der Däne Jan Vilhelmsen (Yamaha) folgt mit sieben Zählern weniger auf Rang zwei.

Dennoch sind auch dieses Jahr Lokalmatadore am Start. Die Konkurrenz in der Klasse S4 Süd mischt aktuell der Völklinger Steven Winter (Husqvarna) auf, er führt die Fahrerwertung  mit 70 Punkten an. Steffen Jung (TM) aus Oberkirchen gibt vor der Haustür wie in allen Jahren zuvor für den Sieg in der Klasse Ü 40 Gas.

Gute Nachricht für alle Renn-Fans: Zuschauer sind an beiden Renntagen erlaubt. Auf SZ-Anfrage hat der ADAC eine genaue Zahl nicht mitteilen wollen. Günter Jung, Abteilungsleiter beim ADAC Saarland, ist aber überzeugt: „Wir werden zuschauertechnisch nicht an unsere Grenzen kommen.“ Warum bei den Supermoto-Rennen Zuschauer erlaubt sind, bei der nahen Rallye „Kohle & Stahl“ aber nicht, erklärt er so: „Die Supermoto findet quasi in einem Stadion statt. Für die Veranstaltung haben wir um das Gelände einen Bauzaun errichtet, die Eingänge kontrolliert Security. Bei einer Rallye geht so etwas nur mit riesigem Aufwand – das ist bei einer Rallye wie der ,Kohle & Stahl’ einfach nicht machbar.“

Für den Zugang zur Supermoto gilt die 3-G-Regel (getestet, genesen, geimpft), die per Luca-App kontrolliert wird. Um den Andrang zu entzerren, werden drei Kassen am Hallenbad, bei Auto Heisel und in der Burbacher Straße geöffnet.