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Saisonvorschau FC Blau-Weiß St. Wendel:

Fußball-Landesliga : St. Wendel rechnet mit einem Übergangsjahr

Der FC Blau-Weiß startet am 6. September in die neue Saison der Fußball-Landesliga. Spielertrainer Stefan Schön würde gerne an deren Ende auf einem einstelligen Tabellenplatz landen. Wichtiger ist ihm aber die Entwicklung des Teams.

Die Fußballer des FC Blau-Weiß St. Wendel stehen kurz vor dem Start in ihre zweite Saison in der Landesliga Nord. In der Premieren-Spielzeit nach dem Aufstieg 2019 wurde das Team von Spielertrainer Stefan Schön Elfter. Jetzt soll es ein Stück weiter nach vorne gehen. „Wir werden nicht um den Titel spielen, aber irgendwo zwischen Platz fünf und acht zu landen, wäre super“, sagt der 31-Jährige. „Wenn wir Neunter, Zehnter oder Elfter werden, ist das aber auch kein Weltuntergang.“

Denn in der kommenden Spielzeit soll sich die junge St. Wendeler Mannschaft (neun Spieler aus dem Landesliga-Kader sind unter 23 Jahre) vor allem weiterentwickeln. „Eine junge Mannschaft wird mit der Zeit eher besser als schlechter“, findet Schön. „Deshalb sehe ich die Spielzeit 2020/21 als Übergangssaison. Nach dieser Runde wollen wir so weit sein, dass wir im darauf folgenden Jahr um die ersten fünf Plätze mitspielen.“

Das St. Wendeler Trainer-Team hat sich in der Sommerpause verändert. Heino Schmidt ist aus dem Übungsleiter-Duo mit Schön ausgestiegen, dafür wurde Kapitän Thorsten Elicker vom Spieler zum Co-Spielertrainer befördert (wir berichteten).

Voll eingestiegen ist Elicker in seine neue Tätigkeit aber noch nicht. „Thorsten kann im Moment wegen eines Handbruchs nichts machen. Deshalb bin ich im Moment noch zumeist alleine in der Trainingsarbeit“, berichtet Schön.

Neben Elicker stehen derzeit auch Jannis Herz (Fußverletzung), Simon Bäumchen (Armblessur) und Spielertrainer Schön (Knieprobleme) noch nicht auf dem Feld. „Wir haben also leider schon ein wenig mit Verletzungspech zu kämpfen“, stöhnt Schön. Auch ansonsten lief die Vorbereitung nicht ganz reibungslos. „Gleich drei unserer geplanten Testspiele sind ausgefallen, weil die Gegner aus Personalmangel abgesagt haben“, berichtet Schön.

Deswegen hatten die insgesamt sieben Neuzugänge des FC noch nicht allzu viel Gelegenheit, mit ihrem neuen Team auf dem Feld zu stehen. Von Verbandsligist FC Freisen ist Defensivspieler Tobias Künzer in die Kreisstadt gekommen, Torwart Tobias Ring und Angreifer Tommy Rosplesch haben sich von Bezirksligist SC Alsweiler dem Landesligisten angeschlossen. Max Wallfaß (Mittelfeld), Aaron Wallfaß (Abwehr) und Noah Angel (ebenfalls Abwehr) wurden von Bezirksliga-Absteiger SG Hoof-Osterbrücken geholt.

Zudem ist Florian Rein (zuletzt Spielertrainer bei Kreisligist SV Leitersweiler) nach St. Wendel zurückgekehrt. Dazu will der FC mit Johannes Born, Valentin Dosenbach und David Schwingel auch drei Akteuren aus der eigenen A-Jugend schon die Möglichkeit geben, in den Landesliga-Kader reinzuschnuppern. Abgänge gab es bei St. Wendel keine.

Zum ersten Mal ernst wird es für den FC Blau-Weiß am 6. September. Dann ist das Team im ersten Saisonspiel bei der SG Lebach-Landsweiler II zu Gast. Auch am zweiten Spieltag müssen die Kreisstädter auswärts ran – im Kreisduell beim TuS Nohfelden. Das erste Heimspiel des Clubs steigt erst am 20. September. Dann ist Aufsteiger SV Holz-Wahlschied im St. Wendeler Sportzentrum zu Gast.