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Tischfußballer bei Leonhart World Series und Nationen- Cup in St. Wendel

Tischfußball in St. Wendel : Klack, klack — der Titel geht ins Saarland

520 Tischfußballer waren am vergangenen Wochenende in St. Wendel: Leonhart World Series und Nationen-Cup standen an.

Es machte am laufenden Band klack, klack: Mehr als 500 der weltbesten Tischfußballer haben am Wochenende bei den Leonhart World Series und dem Nationen-Cup um Medaillen und Meistertitel in der St. Wendeler Sporthalle gespielt. Einige Tische waren schon längst wieder abgebaut, da war das Team Saarland in der Konkurrenz Open Teams noch aussichtsreich im Rennen. „Super, wir sind im Halbfinale“, jubelte Dennis Pontius vom TFC Hülzweiler/Saarwellingen. Dann teilte ihm sein Smartphone mit, dass der VfL Bückeburg als Gegner feststand. „Wir wollen gewinnen und ins Endspiel“, gab Pascal Pütz sofort als Ziel aus. Zwei Einzel und drei Doppel werden beim Teamwettbewerb absolviert, gespielt wird bis 20 Tore. Team Saarland bezwang Bückeburg mit 20:17. „Jetzt geht’s ins große Stadion“, sagte Pütz. Also weg vom coronakonformen Tisch mit Spuckschutz und ran an die Griffe des offenen Kickers, wo die Partien live auf den Bildschirm übertragen wurden. Auf einmal stand das Team Saarland im Mittelpunkt des Interesses.

Im Endspiel trafen Pütz, Pontius, Marco Kuc, Steven Müller und Philipp Lukas auf Berlin Kreuzberg. Das Doppel Pontius/Müller brachte das Saarland mit 4:1 nach vorne. „Eine Führung am Anfang ist ganz wichtig, weil der Gegner damit unter Druck kommt“, erklärte Pontius. Gespielt werde auch sehr viel mit Taktik. Pütz musste in seinem Einzel permanent zwischen Defensive und Offensive wechseln und ließ  es zum 8:7 krachen. „Ich habe einfach durchgezogen, damit wir weiter in Führung bleiben“, sagte Pütz.

Was zeichnet eigentlich einen guten Tischfußballer aus? „Er muss mit Köpfchen spielen, eine gute Hand-Augen-Koordination und gute Reflexe haben“, erklärte Junioren-Bundestrainer Peter Groß. Derweil drehte Berlin Kreuzberg die enge Partie und ging 12:11 und 16:15 in Führung. Die abschließende Doppelpaarung Lukas/Pütz gegen Hans Prengel/Milan Esser musste die Entscheidung über den Turniersieg bringen. „Reine Nervensache“, meinte Pontius. Lukas knallte das Bällchen von hinten mit der Zweierreihe zum 18:17 rein. Nach dem Ausgleich kurbelte Pütz an seiner Dreierreihe hin und her – und plötzlich schlug die Kugel mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 Kilometer pro Stunde ein: 19:18 für Team Saarland. Und auch das nächste Ding rappelte in der Kiste. Mit 20:18 bejubelten die Saarländer den Turniererfolg.

 Saar-Tischkicker Pascal Pütz (links) legt sich beim Einzel gegen den Berliner Frederik Binia ins Zeug.
Saar-Tischkicker Pascal Pütz (links) legt sich beim Einzel gegen den Berliner Frederik Binia ins Zeug. Foto: Frank Faber

Das war längst nicht alles. Auch der 18-jährige Silas Reimann aus Ottweiler sowie die St. Wendeler Erik und Adrian Brusteins feierten den Turniersieg mit der Juniorennationalmannschaft. „Wir waren die erfolgreichste Nation“, resümierte Bundestrainer Groß. Denn auch die begehrten Einzeltitel schnappten sich die Hamburgerin My Linh Tran und Tischfußballprofi Thomas Haas aus Mannheim. Gold gab es zudem für die erstmals vom St. Wendeler Bundestrainer Giuseppe Messina betreuten Senioren, die im Endspiel des Nationen-Cups die Niederlande mit 20:11 besiegten. Im U16 Classic Doppel holten die St. Wendeler Erik Brusteins und Elias Messina die Silbermedaille und qualifizierten sich für die WM 2022 im französischen Nantes.

Nachdem die 520 Tischkicker die Kreisstadt dann verlassen hatten, befasste sich der TFC St. Wendel bereits mit der Planung der nächsten Veranstaltung. Und klack, klack macht es wieder am 25. und 26. September im St. Wendeler Saalbau, wenn die Senioren um die Deutsche Meisterschaft spielen.

Alle Resultate der Turniere gibt es im Internet:

www.tablesoccer.org/tournaments