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SZ-Redakteurin macht sich Gedanken über Fußball und Fernsehen

Gedanken über Fußball und Fernsehprogramme : Von Fußball und Fernsehen

Ach, die gute alte Zeit. Ich bin nicht diejenige, die sie herbeisehnt. Eigentlich. Weil ich der Meinung bin, dass jede Zeit ihre schönen und weniger schönen Seiten hat.

Aber ich erwische mich doch, dass ich dieser Tage immer mal wieder an meine Kindheit denke. Als es drei Fernsehprogramme gab. Als jeden Freitagabend ein für mich sehenswerter Film lief; trotz hunderter Programme ist das heute nicht immer der Fall.

Aber gerade an diesem Tag wünsche ich mir die gute alte Zeit zurück. Heute spielt der FC Bayern in der Fußball-Champions-League gegen den FC Barcelona. Ein Top-Spiel.

Bier und Knabbereien auf den Tisch, die Kuscheldecke bereit gelegt – und schon kann es losgehen. Eigentlich. Schließlich haben wir schon seit Ewigkeiten ein Abonnement für einen Bezahlsender, der die Champions League überträgt. Übertrug, muss ich eigentlich sagen.

Das Abonnement haben wir immer noch, weil wir ansonsten keinen DFB-Pokal sehen könnten, zusätzlich müssen wir für die Bundesliga blechen, weil das ein anderes Paket ist. Lange haben mein Mann und ich überlegt, ob wir dieses Saison ein weiteres Abonnement abschließen. Bei einem anderen Anbieter. Um weiter die Champions League schauen zu können. Etwas in mir weigerte sich. Aber dieses Etwas gab nach. Mit dem Ergebnis, dass wir heute Abend das Bayern-Spiel doch nicht sehen können. Weil das wiederum bei einem dritten Anbieter gezeigt wird.

Fernsehgelder hin oder her. Da fühlen sich Fußballfans doch ziemlich verkohlt.

Und die Fans sollten doch auch bei den Funktionären, die die Übertragungsrechte vergeben, im Vordergrund stehen. Eigentlich. Wie schön, als es nur drei Programme gab.