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Fußball-Landesliga: Trainerverlängerung beim SV Überroth

Fußball-Landesliga : Maldener und Hero bleiben Überroth treu

Für den SV Überroth läuft die Saison nicht wie gewünscht. Trotzdem wollte der Club mit den beiden Trainern verlängern.

Fußball-Landesligist SV Überroth setzt weiter auf seine bewährten Kräfte auf der Trainerbank: Die Blau-Weißen haben die Verträge mit ihrem langjährigen Übungsleiter-Duo Thomas Maldener und Christian Hero für die nächste Spielzeit verlängert. Spielertrainer Maldener geht dann in seine siebte Saison beim SV, Trainer Hero in seine vierte.

„Wir sind nach wie vor der Meinung, dass die beiden ausgezeichnete Arbeit leisten und super zu unserem Verein passen, weil sie mit viel Engagement und Leidenschaft arbeiten“, sagt Überroths Spielausschuss-Vorsitzender Konrad Wendels: „Deshalb freuen wir uns sehr, dass es mit der Verlängerung geklappt hat.“

Dass es funktioniert hat, war dabei diesmal kein Selbstläufer – zumindest im Fall von Maldener. Der 31-Jährige verrät: „Ich hatte interessante Angebote von höherklassigen Vereinen. Doch am Ende hat mein Herz dafür den Ausschlag gegeben, doch in Überroth zu bleiben.“

Auch der 32-jährige Hero führt die Verbundenheit zum Verein als einen der Hauptgründe für seine Vertragsverlängerung an: „Ich habe mich dazu entschieden, zu bleiben, weil es mein Heimatverein ist und weil die Zusammenarbeit mit Thomas hervorragend funktioniert. Wir liegen beide auf einer Wellenlänge“, erläutert der ehemalige Oberliga-Spieler des SV Hasborn und des 1. FC Saarbrücken II.

Ein paar Spiele bestritt Hero diese Saison auch für Überroth. In sechs Begegnungen kam der Stürmer zu Kurzeinsätzen. Dabei gelangen ihm beim 3:3 im Heimspiel gegen den FC Blau-Weiß St. Wendel sogar zwei Treffer. Als „Spielertrainer“ will sich Hero aber dennoch nicht bezeichnen. „Mein Ziel ist es, in Zukunft gar nicht mehr zu spielen. Meine Kurzeinsätze kamen nur zustande, weil wir da einige Ausfälle hatten.“ Der 32-Jährige würde zwar gerne auf dem Feld mitwirken, doch nach mehreren Knieverletzungen ist dies – zumindest auf Dauer – nicht mehr möglich.

Das Verletzungspech war bei Überroth übrigens nicht nur der Grund für die Kurzeinsätze von Hero, sondern auch dafür, dass das bisherige Abschneiden in der aktuellen Runde nicht ganz den Erwartungen entsprach. Der Club überwintert mit 21 Punkten aus 16 Spielen auf Tabellenplatz elf der Landesliga Nord.

„Klar hatten wir uns mehr versprochen“, gibt Maldener zu. „Wir können Ausfälle von Leistungsträgern aber nicht so gut ersetzen wie andere Vereine, die einen größeren Kader haben“, analysiert Wendels. Die schwerwiegendsten Ausfälle beim SV waren die von Kapitän Jan Schuster und von Stürmer Jannick Heinrich. Schuster zog sich am sechsten Spieltag einen Schien- und Wadenbeinbruch zu und wird wohl noch bis Saisonende ausfallen. Heinrich erlitt zum zweiten Mal in den zurückliegenden Monaten einen Mittelfußbruch. Er wird aber vermutlich nach der Winterpause wieder einsatzbereit sein.

Das etwas hinter den Erwartungen zurückgebliebene Abschneiden spielte für den Vorstand übrigens in Sachen Vertragsverlängerung mit den Trainern keine Rolle. „Wir können realistisch einschätzen, warum es dazu kam“, erläutert Wendels: „Zudem messen wir die Arbeit von Trainern grundsätzlich nicht am Tabellenplatz, sondern nach anderen Dingen. Zum Beispiel danach, wie sie arbeiten oder wie sie bei der Mannschaft ankommen.“

 Thomas Maldener (links) und Christian Hero (rechts).
Thomas Maldener (links) und Christian Hero (rechts). Foto: Wendels

Maldener ist auch optimistisch, dass sein Team nach der Winterpause noch etwas nach oben klettern kann. „Wenn wir am Ende auf Platz sieben oder acht landen würden, wären wir zufrieden“, erklärt der 31-Jährige. Der Tabellenachte SG Bostalsee hat zwei Punkte mehr als der SV Überroth, der Tabellensiebte FC Kutzhof vier.