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Fußball-Saarlandliga: Hasborn kommt gegen Auersmacher unter die Räder

Fußball-Saarlandliga : Hasborn wird einfach überrollt

Fußball-Saarlandligist SV Hasborn hat am Samstag im Heimspiel gegen Tabellenführer SV Auersmacher eine ganz bittere Pleite kassiert. Die Rot-Weißen verloren ohne drei ihrer stärksten Spieler und nach einer schwachen Leistung mit 0:8 (0:3).

Steffen Lenhardt von Fußball-Saarlandligist SV Hasborn saß am Samstag nach der Partie seiner Mannschaft gegen den SV Auersmacher lange frustriert auf der Treppe zum Clubheim des SV. „Ich bin noch nie in meinem Leben so abgeschossen worden“, sagte der 29-Jährige nach der 0:8 (0:3)-Pleite der Hasborner verärgert.

Lenhardt hatte vor dem Spiel gefordert, dass er und seine Mitspieler gegen den Spitzenreiter zu „Mentalitäts-Monstern“ werden müssten, um in der Partie bestehen zu können (wir berichteten). Doch davon waren die Rot-Weißen am Samstag weit entfernt. Das sorgte auch bei Hasborns Trainer Heiko Wilhelm für schlechte Laune. „So darf man sich nicht präsentieren. Mit so einer Leistung werden wir in dieser Klasse nicht mehr viele Punkte holen. Das hatte nichts mit Saarlandliga-Fußball zu tun“, erklärte der 50-Jährige stinksauer.

Die Tatsache, dass Hasborn mit Kapitän Christian Lensch (Haarriss in der Hand), Johannes Gemmel (Erkältung) und Steffen Hoffmann (Blutvergiftung) drei der besten Spieler nicht zur Verfügung standen, wollte Wilhelm nicht als Ausrede für die höchste Pleite des Clubs seit Jahren gelten lassen: „Wir hatten elf Spieler auf dem Platz, die den Anspruch haben, in der Saarlandliga zu spielen. Da muss ich von jedem erwarten, dass er Zweikämpfe annimmt und nicht nur nebendran herläuft. Es geht nur über Kampf und Wille – und den haben wir heute vermissen lassen. Es ist niemand böse, wenn man verliert – aber man muss sich wenigstens wehren.“

Wie Wilhelm sein Team nach der Schlappe wieder aufrichten will, konnte der 50-Jährige am Samstag direkt nach der Partie noch nicht sagen. „Ich weiß es wirklich noch nicht. Ich bin jetzt erst einmal komplett leer und enttäuscht.“

Auersmachers Trainer Jan Berger war dagegen nach dem Kantersieg glücklich. „Wir haben von der ersten Minute an eindrucksvoll bewiesen, warum wir auf Platz eins stehen. Ich freue mich natürlich riesig. Es haben bei Hasborn zwar starke Spieler gefehlt, aber nichtsdestotrotz muss man hier erst mal so hoch gewinnen.“

Seine Elf schnürte die Gastgeber vor 200 Zuschauern von Beginn an in deren Hälfte ein. In der neunten Minute traf Marius Schley zum 1:0 für den Favoriten. Nach knapp einer halben Stunde musste dann auch noch Hasborns Innenverteidiger Marvin Schön mit Adduktoren-Problemen vorzeitig vom Feld. Für ihn kam Johannes Geßner in die Partie.

Sechs Minuten vor der Pause traf Niclas Judith mit einem satten 16-Meter-Schuss, der vom Innenpfosten hinter die Linie ging, zum 2:0 für den Spitzenreiter. „Männer, jetzt nicht die Köpfe runter lassen“, rief Hasborns Schlussmann Simon Graf, der trotz der acht Gegentreffer eine gute Leistung zeigte, seinen Mitspielern danach zu. Der Motivationsversuch des Torwarts verhalte aber ungehört. Sekunden vor dem Seitenwechsel köpfte Fabian Lauer zunächst an den Pfosten, verwertete den Abpraller aber zum 3:0 für die Gäste.

Nur drei Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Marius Schley per Flachschuss nach einer flachen Hereingabe auf 4:0 für die Gäste. In den letzten 20 Minuten trafen noch Patrick Jantzen, dem zwei Treffer gelangen, Jan Luca Rebmann und Luca Mura für den Aufstiegsanwärter.

Hasborn rutschte durch die Niederlage auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Auf das Wilhelm-Team wartet nun erneut eine schwere Aufgabe. Die Rot-Weißen sind am Samstag um 15 Uhr bei Saar 05 Saarbrücken zu Gast. Die St. Johanner liegen in der Tabelle auf dem sechsten Platz.