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Sitzung der Inno-Gruppe Smart City legt Vorschläge auf den Tisch

„S(mar)t. Wendeler Land“-Projekt : Inno-Gruppe Smart City legt Vorschläge auf den Tisch

Neben der Entwicklung von Chatbots sollen beispielsweise auch Funklöcher im Landkreis dauerhaft geschlossen werden. Das sind die Pläne.

Die Innovationsgruppe S(mar)t. Wendeler Land hat neue Projektideen vorgestellt. Das teilt ein Sprecher des Landkreises in einer Pressemeldung mit. Demnach fand die zweite Sitzung der Fachgruppe Innovation statt. Die zweistündige Veranstaltung erfolgte auf Einladung des Tholeyer Bürgermeisters Hermann Josef Schmitt (CDU) im Freizeithaus St. Mauritius in Tholey.

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Stabsstellenleiter Digitalisierung und Datentreuhänder, Aljoscha Dietrich, und die Leiterin des Digitalen Kompetenzzentrums, Sabine Dorsch, wurden sechs Projektideen aus den Projektbereichen („Ökosystemen“) Mitgestaltung und Bürgerdienste in je fünfminütigen Kurzvorstellungen  präsentiert. Aufgeteilt auf zwei 15-minütige Durchläufe, wurden die einzelnen Projektideen anschließend an Themenstationen näher behandelt. Die Gremiumsmitglieder hatten dabei die Möglichkeit, sich selbst den Themenstationen zuzuordnen, um die jeweilige Projektidee unter der Hinzunahme von Experten intensiver kennenzulernen.

Im ersten Durchlauf wurde unter anderem das Thema „LoRaWAN-Netz“ aus dem Ökosystem Bürgerdienste vorgestellt. LoRaWAN steht für Long Range Wide Area Network und ist ein Funkstandard mit vergleichsweise kleinen Datenpaketen, die über große Distanzen übertragen werden.

 Themenstation „Chatbots in der Verwaltung“ mit zugeschalteten Fachexperten vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
Themenstation „Chatbots in der Verwaltung“ mit zugeschalteten Fachexperten vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Geplant ist sein Einsatz für Daten von Sensoren, Messgeräten und anderen intelligenten Objekten. Die übermittelten Daten werden dann zur weiteren Verwendung in Softwareapplikationen bereitgestellt. In einem weiteren Schritt sollen den Bürgern die aufbereiteten Daten über ein Dashboard zur Verfügung stehen. „Funklochbeseitigung und Ausbau öffentlicher WLANs“ war ein weiteres Thema, denn Funklöcher und Bereiche mit schlechter Netzqualität stören den Digitalisierungsprozess des Landkreises. Ziel der Projektidee ist es, den Bürgern die digitalen Dienste möglichst dauerhaft und überall zur Verfügung zu stellen.

Aus dem Ökosystem Mitgestaltung wurde das Thema „Hopology“ präsentiert. Hopology ist ein interaktiver Spielboden für Schulkinder, mit dem selbst entwickelte Online-Spiele in der analogen Welt ausprobiert und gespielt werden können. Dadurch sollen nicht nur die Kompetenzen im IT-Bereich frühzeitig gefördert werden, sondern Schüler sollen auch das Potenzial neuer Technologien kennenlernen und so zur aktiven Mitgestaltung ihrer Zukunft befähigt werden.

Nach dem ersten Durchlauf stellten die Gremiumsmitglieder die erarbeiteten Ergebnisse der Themenstationen im Plenum vor, um eine gemeinsame Debatte anzuregen.

Das Thema der digitalen Fitness der Bevölkerung im Landkreis war ein Gegenstand des zweiten Durchlaufs. Dem Ökosystem Mitgestaltung zugeordnet, zielte das Thema auf grundlegende digitale Fähigkeiten, die jedem Bürger  einen Mehrwert im Alltag bieten können. Zu diesem Zweck sollen Projekte wie eine Zukunftswerkstatt und eine prototypische Social-Media-Schulung als Teil von Smart-City-Modellvorhaben umgesetzt werden. Die „Zukunftswerkstatt“ dient zur Ermittlung von Problemen, Sorgen, Chancen und Hoffnungen der  Bürger in Bezug auf die nachhaltige und digitale Zukunft des Landkreises.

Eine weitere Projektidee im zweiten Durchlauf war ein halbtägiger Workshop mit Vertretern lokaler Wirtschaftsunternehmen zur Ermittlung ihrer Probleme und Bedarfe. Für diese sollen in einem weiteren Schritt gemeinsam digitale Lösungen im Sinne des Smart-City-Vorhabens entwickelt werden. Die dritte Themenstation widmete sich dem Thema der „Entwicklung von Chatbots“ für eine Effizienzsteigerung in der Verwaltung. Ein Chatbot ist eine Anwendung, die künstliche Intelligenz verwendet, um mit Menschen in natürlicher Sprache zu kommunizieren. Solche Anwendungen können Verwaltungsmitarbeiter spürbar entlasten, indem sie häufige Standardfragen von  Bürgern mit Verwaltungsanliegen beantworten.

Auch der zweite Durchlauf zur Beratung der Projektideen endete mit einer Diskussion im Plenum.

Gemeinsam mit Dorsch zeigte sich Dietrich höchst erfreut über die Ergebnisse der Veranstaltung: „Die regen Diskussionen im Plenum und an den Themenstationen haben viele wertvolle Beiträge zu den Projektideen geliefert.“ Die erarbeiteten Beiträge der Fachgruppe zu den einzelnen Projektideen werden vom Smart-City-Team weiterbearbeitet und in den Strategiepapieren für die Lenkungsgruppe aufgehen.