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Vier Jahre Vollsperrung für vier Kilometer: Warum die Bauarbeiten auf der B 53 so lange dauern

Verkehr : Vier Jahre Vollsperrung für vier Kilometer: Warum die Bauarbeiten auf der B 53 so lange dauern

Vier Jahre Vollsperrung und rund 17 Millionen Euro Kosten: Kommende Woche startet ein großes Bauprojekt entlang der Mosel. Schon vor mehreren Jahren wurde über die Pläne berichtet, nächste Woche ist es so weit – die B 53 zwischen Klüsserath und Trittenheim wird auf 4,3 Kilometern ausgebaut.

Weiter entlang der Mosel wird ein anderer Bereich der gleichen Straße zwischen Longen und Mehring-Lörsch ebenfalls unter Vollsperrung saniert.

Wie die Umleitung verlaufen soll

Für den Verkehr auf der neuen Baustrecke wird die Vollsperrung laut Landesbetrieb Mobilität (LBM) Trier allerdings keine größeren Umwege bedeuten: „Der Verkehr wird auf die L 48 über Thörnich, Köwerich und Leiwen geführt.“ Die L 48 verläuft parallel auf der gegenüberliegenden Moselseite und ist über Brücken in beiden Orten erreichbar. Nur die Winzer, die ihre Weinberge lediglich von der B 53 aus erreichen können, haben auch [Link auf https://www.volksfreund.de/imgs/28/1/4/0/1/5/1/1/5/3/tok_d6b03f54aa47419fe3a60c46878314f1/w621_h562_x310_y281_Ausbau_B53_zwischen_Kluesserath_und_Trittenheim_105x95mm_online-b0c255d1d2898436.jpg]Die B53 zwischen Klüsserath und Trittenheim wird ausgebaut und erneuert. Dafür wird die Straße vier Jahre voll gesperrt. Foto: TV/TypoServ

Die Bauarbeiten, die am 25. August beginnen, werden voraussichtlich bis Juli 2026 andauern. Eine Bauzeit von rund vier Jahren sei dem Umfang der Bauarbeiten geschuldet, heißt es von Seiten des LBM auf TV-Anfrage. Die B 53 werde auf den 4,3 Kilometern grundhaft erneuert. Der Ausbau sei außerdem notwendig, da es in dem Abschnitt zwischen Klüsserath und Trittenheim keinen Radweg gebe. So könne eine Lücke des Moseltalradweges geschlossen w

Neuer Radweg zwischen Trittenheim und Klüsserath

Ein 2,5 Meter breiter Geh- und Radweg werde dort geschaffen und mit einem 1,25 Meter breiten Trennstreifen von der Fahrbahn abgetrennt. Das sei wegen der beengten Platzverhältnisse nur durch den Bau von zusätzlichen Stützwänden möglich. Insgesamt werden auf 465 Metern bergseitige Stützwände sowie eine 1,7 Kilometer lange Randbalkenkonstruktion auf der Moselseite errichtet.

Der „starke“ Radtourismus entlang der Mosel müsse bei der derzeitigen Breite stellenweise auf die Fahrbahn ausweichen. „Dies geschieht zudem noch auf der ‚falschen‘ Fahrbahnseite, sodass die Verkehrssicherheit nicht gewährleistet ist“, heißt es weiter. Mit dem Ausbau entstehe eine klare Abtrennung zur Fahrbahn und ein flüssiger Verkehrsablauf. Als Folge dessen solle sich auch die Lärm- und Abgassituation verbessern. Nach dem Ausbau werde die Straße konstant 10,25 Metern breit sein.

Warum die Vollsperrung notwendig ist

„Die Bauarbeiten können aufgrund der beengten Platzverhältnisse und den nur am Bauanfang und Bauende gegebenen Möglichkeiten, in die Baustelle einzufahren, nur unter Vollsperrung umgesetzt werden“, erklärt der LBM.