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Weihnachtsbäume im Saarland kaufen: Preise & beliebsteste Sorte 2021

Weihnachtsbaum-Verkauf im Saarland : Welche Weihnachtsbäume am beliebtesten sind – und wie teuer sie sind

Wegen Corona feiern viele Weihnachten zuhause im familiären Kreis. Dazu gehört traditionell auch der Christbaum. Das kurbelt die Nachfrage an. Welche Bäume sind dieses Jahr bei den Saarländern besonders beliebt? Und was kosten sie?

Um die 29 Millionen Weihnachtsbäume werden in Deutschland jedes Jahr verkauft. Dieses Jahr dürften es eher noch ein paar mehr sein. So verzeichnet der saarländische Handel wie auch schon 2020 eine steigende Nachfrage. „Viele bleiben wegen der Pandemie zuhause“, meint Sebastian Dawo vom Forstgut Gut Lindenfels in Blieskastel. Das wirke sich positiv auf die Weihnachtsbaum-Nachfrage aus. Aber: Die Kundinnen und Kunden fragen dieses Jahr verstärkt kleinere Bäume nach, beobachtet man beim Gut Ettental in St.Ingbert. Darunter seien viele Käufer, die erstmals einen Baum in ihren vier Wänden aufstellten.

Am beliebtesten ist auch 2021 wieder die Nordmanntanne – laut des Statistik-Portals Statista kommt sie auf 75 Prozent Marktanteil. Sie ist bekannt für ihren dichten Wuchs und gilt als lange haltbar. Beim Saarforst Landesbetrieb fragen die Kunden aber auch zunehmend nach Edeltannen, Kiefern, Fichten, Blaufichten und Douglasien. Eine Rolle spielt der Duft des Baums, gibt die Sprecherin des Saarforsts als Tipp mit: „Insbesondere die Douglasie verströmt einen angenehmen Zitrusduft.“

Eine Nordmanntanne kostete im vergangenen Jahr im Schnitt pro laufendem Meter zwischen 21 und 27 Euro. Blaufichten waren von 12 bis 16 Euro zu haben. Die Preisentwicklung blieb im Vergleich zu 2020 fast konstant, berichten saarländische Betriebe. Einzelne Händler mussten aber wegen gestiegener Betriebskosten den Preis leicht anheben. „Das bewegt sich dann aber höchstens so im Bereich von zwei Euro mehr pro Baum“, schätzt Sebastian Dawo.

Die meisten Bäume werden in Bau- oder Supermärkten verkauft. Größenteils stammt das Grün aus Deutschland. Nur 6,9 Prozent der Bäume kommen aus dem Ausland, knapp zwei Millionen Weihnachtsbäume jährlich. Auch der Onlinekauf ist beliebt: Rund 13 Prozent bestellen sich einer Umfrage von Statista zufolge ihre Tanne im Internet.

Es geht aber auch anders: Bei saarländischen Forstbetrieben kann man den Christbaum aus dem heimischen Wald selbst schlagen. „Das ist der Renner“, sagt eine Sprecherin des Saarforsts, „so wird der Kauf des Weihnachtsbaumes zu einem Erlebnis für die ganze Familie“. Eine eigene Axt mitbringen muss man übrigens nicht – die  benötigte Ausrüstung wird gestellt.

Wer seinen Baum nicht selbst fällen will, aber dennoch eine Tanne oder Fichte aus der Region möchte, bekommt bei Forstbetrieben oder Bauern auch frisch geschlagene Bäume im Direktverkauf. „Alle zwei, drei Tage“, sagt Sebastian Dawo, werden auf dem Forstgut Lindenfels Bäume frisch eingeschlagen. Denn je frischer der Baum, desto länger hält er.

Beim Forstbetrieb Ruffing in Homburg bekommt man Bäume zwischen 1,70 und 2,20 Metern Höhe für 50 bis 60 Euro. Auf Wunsch liefert Ruffing auch nach Hause. Die Qualität der Bäume ist dieses Jahr auffallend gut, erzählt Geschäftsführer Marcel Schmitt, „das hat vermutlich mit dem verregneten Sommer zu tun“.

Der Vorteil von Weihnachtsbäumen aus regionaler Herkunft: Sie haben kürzere Transportwege und deshalb auch die bessere Ökobilanz. Zertifikate wie FSC, PEFC weisen auf einen besonders naturverträglichen Anbau hin, während die Siegel Naturland und Bioland sowie das europäische EU Bio-Siegel DE-ÖKO-005 garantieren, dass keine Pestizide eingesetzt wurden.

Traditionell wird der Baum kurz vor Heiligabend aufgestellt und geschmückt. Die meisten Bäume verkaufen sich daher um den dritten Advent herum. Immer mehr Menschen stellen den Baum aber schon zum ersten oder zweiten Advent auf. Einfach, weil man dann länger Freude daran hat, vermutet Sebastian Dawo.

(lwg)