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1. FC Saarbrücken Tischtennis: Wiedersehen mit Ex-Trainer Grujic

Heimspiel der Saarbrücker gegen Zugbrücke Grenzau : FCS Tischtennis trifft auf seinen Meistertrainer Slobodan Grujic

Vor dem Doppelpack aus Liga und Pokal freut sich der FCS Tischtennis auf das Wiedersehen mit Ex-Trainer Slobodan „Bobo“ Grujic. Der Meistertrainer ist diesen Sonntag mit seinem neuen Verein TTC Zugbrücke Grenzau zu Gast in Saarbrücken.

Für Slobodan Grujic wird sich an diesem Sonntag vieles vertraut anfühlen. Sei es der Weg durch Saarbrücken zur Joachim-Deckarm-Halle, die Umkleidekabine oder die Atmosphäre in der Halle. Doch trotz all dieser Vertrautheit wird etwas anders sein, als er es kennt. Denn zum ersten Mal wird er als Trainer des Gegners die Heimspielstätte des 1. FC Saarbrücken Tischtennis betreten. Rund ein Jahr nach seinem Abschied vom FCS kehrt der Meistertrainer von 2020 zum Bundesliga-Auswärtsspiel seines neuen Vereins TTC Zugbrücke Grenzau nach Saarbrücken zurück (15 Uhr, Joachim-Deckarm-Halle).

Dem Serben selbst ist die Freude bei aller sportlichen Professionalität anzumerken. „Sportlich ist es nur ein weiteres Spiel für uns, in dem der FCS der klare Favorit ist, aber privat freue ich mich sehr darauf, wieder nach Saarbrücken zu kommen“, sagt der 48-Jährige.

Sieben überaus erfolgreiche Jahre hat er als zunächst Spieler der zweiten Mannschaft und vor allem auch als Trainer seit 2013 beim FCS verbracht. „Meine Familie und ich haben uns hier wohlgefühlt, und es ist ein Stück Heimat für uns“, betont Grujic. Der Kontakt nach Saarbrücken sei auch „immer noch vorhanden“. So zum Beispiel zu FCS-Kapitän Patrick Franziska, über dessen Silbermedaille bei Olympia er sich „sehr für ihn gefreut“ habe.

Auch beim FCS ist die Vorfreude, einen alten Bekannten wiederzusehen, mit dem man gemeinsam viele Erfolge feiern konnte, spürbar. „Wir freuen uns natürlich auf Bobo, er war sieben Jahre hier, und es war für uns alle eine sehr erfolgreiche Zeit“, sagt FCS-Teammanager Nicolas Barrois. Neben dem Erfolg im Europapokal 2014 wurde die Ära Grujic vor allen Dingen vom ersten Meistertitel in der Vereinsgeschichte im Jahr 2020 gekrönt. Unter anderem deswegen wählte ihn der Verband Deutscher Tischtennis-Trainer zum „Trainer des Jahres 2019/2020“. Da die Ehrung bisher aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, wird sie am Sonntag vor dem Spiel nachgeholt.

Doch der FCS verfolgt gegen den Tabellenvorletzten aus Grenzau, vor allem aber am Montag im Pokal-Viertelfinale gegen den SV Werder Bremen (15 Uhr, Joachim-Deckarm-Halle) in erster Linie seine sportlichen Ziele. „So gern wir Bobo auch haben, wir wollen dieses Spiel gewinnen, um in der Liga weiter oben dabei zu bleiben, auch wenn unser Fokus doch mehr auf dem Pokalspiel gegen Bremen am Montag liegt“, erklärt Barrois. Den Einzug ins Final Four des deutschen Tischtennis-Pokals hatte der FCS vor Saisonstart klar als Ziel ausgegeben. „Gegen Werder geht es darum, ob wir weiter die Chance auf einen Titel haben oder nicht“, sagt Barrois.

Während Patrick Franziska und Tomas Polansky in dieser Woche beim internationalen Turnier in Tunis am Start sind, bereitet sich Darko Jorgic in Saarbrücken auf die Partien vor. Auch der 23-Jährige stellt nochmals die sportliche Bedeutung der Spiele heraus: „Natürlich freue ich mich, Bobo zu sehen, da er ein toller Mensch und Trainer ist, aber am Ende ist es ein Spiel, das wir gewinnen wollen. Auch wenn unser Blick schon eher auf den Montag geht.“

Ex-Trainer Grujic traut seinen ehemaligen Schützlingen in dieser Saison erneut viel zu: „Der FCS kämpft definitiv um einen Titel in dieser Saison und hat auch das Potenzial, Borussia Düsseldorf zu schlagen.“ Dennoch wird er nichts unversucht lassen, seinen alten Weggefährten das Leben so schwer wie möglich zu machen.