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FC Homburg zieht aus Niederlage im Saarlanpokal viel Kraft für Saison

Kostenpflichtiger Inhalt: Nach Pokal-Finale : FC Homburg zieht aus der Niederlage viel Kraft für die Saison

Der neue Trainer Matthias Mink ist mit der Leistung im Saarlandpokal-Finale zufrieden, nur mit dem Ergebnis nicht. Die Spieler sehen es ähnlich.

Matthias Mink, der neue Trainer des FC Homburg, prophezeite vor dem Saarlandpokal-Finale gegen die SV Elversberg, dass es eine enge Partie würde – ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem die Tagesform entscheide. Doch selbst die Tagesform sollte keinen Unterschied machen. Beim alles entscheidenden Elfmeterschießen zweier gleich starker Mannschaften hatte vor allem die Glücksgöttin Fortuna die Hände im Spiel. Und deren Gunst gehörte am Samstag der SVE, die sich mit dem 7:6-Sieg den Landespokal und somit auch den Einzug in die erste DFB-Pokalrunde gegen den Zweitligisten FC St. Pauli sicherte.

„Es hat ja jeder unsere Leistung gesehen. Damit können wir nicht nur, wir müssen einfach zufrieden sein – nur nicht mit dem Ergebnis“, sagte Mink: „Ich glaube, dass weder die eine noch die andere Mannschaft besser war.“ Ebenso wie seinen Spielern stand auch dem Homburger Trainer die Enttäuschung über das unglückliche Ergebnis ins Gesicht geschrieben. Marcel Carl, der in der 53. Minute den FCH mit 1:0 in Führung geschossen hatte, sah das genauso wie sein Trainer: „Nach einer Niederlage kann man natürlich nicht zufrieden sein. Aber mit dieser Leistung können wir uns wirklich nichts vorwerfen.“

Loris Weiss, der nach den beiden Elversberger Treffern zum 1:1 durch Patryk Dragon in der 60. Minute und dem 1:2 durch Luca Schnellbacher (70.) die Grün-Weißen mit seinem Treffer zum 2:2 in der 89. Minute in die Verlängerung rettete, sah den FCH sogar als die überlegene Mannschaft. „Mit der Leistung bin ich absolut zufrieden. Ich glaube, wir waren über das ganze Spiel hinweg das bessere Team. Wir haben gezeigt, was wir können. Deshalb ist die Niederlage besonders bitter“, sagte der Offensivmann, mit dessen Einwechslung für Jannik Sommer in der 75. Minute Mink einmal mehr ein glückliches Händchen bewiesen hat. In der allerletzten Aktion der Verlängerung hatte Weiss sogar die Chance auf das 3:2 für Homburg, schoss aber drüber.

Damjan Marceta, der beim 3:0-Halbfinalsieg des FCH gegen den 1. FC Saarbrücken nach seiner Einwechslung mit seinen zwei Toren zum großen Gewinner der Partie geworden war, erlebte im Endspiel die Kehrseite der Medaille. Sieben Minuten nachdem er in der 71. Minute für Patrick Dulleck eingewechselt worden war, stand der Serbe allein vor Frank Lehmann, scheiterte aber wie später auch im Elfmeterschießen am Elversberger Schlussmann. „So ist das im Fußball. Gegen Saarbrücken bist du der gefeierte Held, und heute ist es eben ein bisschen tragisch. Aber auch an ihn gibt es nicht den geringsten Vorwurf zu machen“, nahm Mink seinen Stürmer in Schutz.

Es dürfte nicht allzu lange dauern, bis die Grün-Weißen ihre Enttäuschung über die Finalniederlage abschütteln und angesichts der überzeugenden Leistungen gegen FCS und SVE selbstbewusst in die in zwei Wochen beginnende Regionalliga-Saison starten. „Klar tut die Endspiel-Niederlage weh. Aber jetzt geht es weiter. Wir haben gegen Saarbrücken und Elversberg gezeigt, dass wir auch gegen die ganz oben mithalten können“, schaut Carl optimistisch nach vorne.

Bei den Fans, die der neuen Spielzeit noch vor einer Woche skeptisch entgegenblickten, ist der Kredit von Mannschaft und Trainer jetzt deutlich gestiegen. „Manchmal ist es gut, wenn man eine Niederlage aufar­beiten kann. Das kann uns auch einen Schritt nach vorne bringen. Das ist eine intakte Mannschaft und eine super Truppe“, macht der Trainer Mut für die neue Saison.