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1. FC Saarbrücken: FCS spielt bei Viktoria Köln, ohne Thoelke

3. Liga : Ein Sieg in Köln ist für den FCS elementar

1. FC Saarbrücken gastiert an diesem Freitag bei der Viktoria. Für Thoelkes Einsatz „sieht es schlecht aus“.

Rüdiger Ziehl ließ sich vor dem Drittliga-Auftritt des 1. FC Saarbrücken an diesem Freitag bei Viktoria Köln (19 Uhr) nur bedingt in die Karten schauen. Trotz der mäßigen Leistung zum Jahresauftakt gegen den MSV Duisburg (2:3) sagt der Trainer und Manager des Tabellendritten: „Ich möchte jetzt nicht alles über den Haufen werfen.“ Jene Startelf, die gegen die Zebras begann, genieße wegen ihrer starken Partien vorm Winter großes Vertrauen.

Andererseits leisteten die gegen den MSV eingewechselten Akteure einen wichtigen Beitrag, dass der FCS den 0:3-Rückstand fast noch gedreht hätte. „Mit den Wechseln haben wir klar Impulse gesetzt. Die Spieler, die reinkamen, sind natürlich Optionen, jetzt in der Startelf zu stehen“, sagte Ziehl am Donnerstag.

Neben Mittelfeld-Oldie Mike Frantz wechselte er mit Adriano Grimaldi und Justin Steinkötter zwei Mal offensiv. Grimaldi sorgte auf Vorlage von Steinkötter daraufhin mit dem 1:3 für eine Initialzündung. Steinkötter selbst vergab im furiosen Finale zwei Megachancen. „Ich sehe ihn in der Position von Anfang an spielen zu können“, sagt Ziehl über den zuletzt mit Wadenproblemen angeschlagenen Grimaldi. Der dürfte nach seinem vierten Saisontor gerade dann zur Option werden, wenn es beim leicht angeschlagenen Marvin Cuni doch nicht gehen sollte. Kasim Rabihic, der mit Cuni das Sturmduo bildete, dürfte nach seinem Debüt-Tor gegen Duisburg gesetzt sein.

Bei Cuni war Ziehl immerhin optimistischer als bei Verteidiger Bjarne Thoelke, der wegen muskulärer Probleme im Oberschenkel erneut fehlen dürfte. „Bei ihm sieht es eher schlecht aus“, verriet Ziehl. Thoelkes Fehlen machte der Trainer nicht dafür verantwortlich, warum es gegen Duisburg erstmals in der Saison drei Gegentore gab – einhergehend mit dem Verlust des Prädikats „beste Abwehr der Liga“. „Es lag nicht an der Dreierkette, sondern daran, wie wir generell verteidigt haben. Die Dreierkette ist die letzte Linie, aber alle Mannschaftsteile sind im Verbund fürs Verteidigen zuständig“, sagte Ziehl, räumte aber auch ein: „Wir wissen um die Leistungsstärke von Bjarne, wenn er fit ist. Daher war sein Fehlen schon ärgerlich.“

Während die zuletzt vermissten Julius Biada (Sturm) und Dominik Ernst (Außenbahn) „wieder voll im Training, aber noch nicht bei 100 Prozent“ und allenfalls Kader-Kandidaten sind, könnte Mittelfeldtalent Luca Kerber nach überstandenen Patellasehnen-Problemen zurückkehren. Gegen Duisburg habe der 20-Jährige „bei der Erwärmung zur Pause leichte Schmerzen gehabt“, sagte Ziehl, nach einer Trainingswoche mit voller Belastung sei er nun „eine Alternative für Köln.“

Der Auftrag beim Tabellenachten, mit dem 1:3 beim VfL Osnabrück ebenfalls schlecht gestartet, ist eindeutig: „Mit Blick auf die Tabelle sind die drei Punkte für uns natürlich elementar“, sagt Ziehl. Die Viktoria sei „eine sehr spielstarke Mannschaft, die aber auch körperliche Robustheit mitbringt, gerade gegen den Ball.“ Er gehe davon aus, dass Köln versuchen werde, „uns mit Angriffs-Pressing unter Druck zu setzen.“ Nachdem die FCS-Spieler dem Ball gegen Duisburg häufig hinterherliefen, wollen sie den Spieß diesmal umdrehen. „Wir müssen unsere Ballbesitzphasen sauber ausspielen“, sagt Ziehl, der ob der über 2000 erwarteten Gästefans sagt: „Wir freuen uns auf große Unterstützung und darauf, in Köln fast ein Heimspiel zu haben.“