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1. FC Saarbrücken vor Test gegen Fortuna Köln - Ziehl hält FCS für bereit

Vor Testspiel gegen Regionalligist Fortuna Köln : FCS-Trainer Ziehl: „Wir gehen fit und stabil in den Rest der Runde“

Fußball-Drittligist 1. FC Saarbrücken testet an diesem Samstag in Fraulautern gegen West-Regionalligist Fortuna Köln. Ziehl: Mannschaft ist „fit und stabil“.

So ein wenig stochert Rüdiger Ziehl im Nebel. „Das gab es so noch nie“, sagt der Trainer und Manager des 1. FC Saarbrücken zu dieser doch mehr als ungewöhnlichen Vorbereitung auf die Restrunde der 3. Fußball-Liga. Die Winter-Weltmeisterschaft in Katar und die dadurch erzwungene frühe Pause der drei Profiligen seit Mitte November sorgten dafür, dass alle Proficlubs absolutes Neuland betreten mussten. „Wann macht man frei? Wie setzt man die Belastungssteuerung?“, führt Ziehl weiter aus: „Das hatte ein bisschen was von Rätselraten.“ Aber – und das ist vor dem letzten Testspiel an diesem Samstag (14 Uhr) in Saarlouis-Fraulautern gegen West-Regionalligist Fortuna Köln das entscheidende: „Wir gehen Stand jetzt fit und stabil in den Rest der Runde“, sagt Ziehl.

Verein hat Pause gut genutzt

Die acht Wochen seit dem letzten Ligaspiel beim Halleschen FC am 12. November 2022 (2:1 für den FCS) hat der Verein gut genutzt, ist Ziehl sicher. Das Trainingslager im Dezember im frühlingshaft warmen türkischen Belek verlief eh zur vollsten Zufriedenheit. Dass es nach der Rückkehr in der saarländischen Heimat dann einen Wintereinbruch mit Minusgraden gab, war für Ziehl kein größeres Problem. „Wir haben ein bisschen improvisiert“, erklärt der Trainer und Manager in Personalunion: „Das war gar nicht so verkehrt.“ Ein bisschen Boxtraining, Kleinfeldspiel in der Halle – „die Abwechslung hat gut getan“, sagt Ziehl. Wo die Mannschaft im Vergleich zu den anderen Drittligisten steht, vermag auch Ziehl nicht zu sagen. Aber einen wie auch immer gearteten negativen Einfluss dieser Wundertüten-Vorbereitung befürchtet er nicht, denn: „Es haben alle die gleichen Voraussetzungen gehabt“, sagt Ziehl: „Und das erste Spiel ist immer eine Überraschung.“

Das findet nächste Woche Samstag zuhause gegen den MSV Duisburg statt. Ist das vorgeschaltete Spiel gegen Fortuna Köln im Hinblick auf Taktik und Aufstellung schon ein Fingerzeig für das Duisburg-Spiel, oder wird es ein klassischer Test, bei dem möglichst viele Akteure viele Minuten auf dem Feld bekommen sollen? „Es treffen beide Aspekte zu“, sagt Ziehl: „Natürlich ist schon ein bisschen Duisburg im Kopf, aber alle Spieler sollen auch zum Einsatz kommen.“ Nicht in Frage kommt das natürlich für Sebastian Jacob (Reha nach Knie-Operation), Tobias Schwede (freigestellt), Dominic Becker, Frederic Recktenwald und Julian Bauer.

Auch Luca Kerber (Patellasehne) wird gegen die Fortuna nicht auflaufen, auch wenn er schon wieder das Mannschaftstraining mitgemacht hatte. Dafür wird Julius Biada „vielleicht ein paar Minuten bekommen, wenn es geht“, sagt Ziehl. Der Mittelfeldspieler war längere Zeit wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade ausgefallen, hatte auch im Trainingslager in der Türkei mehr Wasser beim Aquajogging als Rasen unter den Füßen.

Transfersituation beim FCS noch „friedlich“

Während Spitzenreiter SV Elversberg am Donnerstag mit Abwehrspieler Nico Antonitsch von Liga-Konkurrent FC Ingolstadt einen Neuzugang präsentierte, ist die Transfersituation beim FCS noch „friedlich“, wie Ziehl sagt. „Wir haben viel Qualität im Training“, hebt der 45-Jährige hervor, schließt aber nicht aus, dass doch noch etwas passieren könnte.

Seine Mannschaft hat Ziehl in den letzten Wochen „mit einem gesunden Selbstbewusstsein und mit viel Spielfreude“ erlebt. Dass angesichts von Tabellenplatz zwei das Wort „Aufstieg“ gerade im Umfeld des Vereins und bei den Anhängern immer öfter fällt, hat Ziehl wahrgenommen, versteht das aber nicht als zusätzlichen Druck. „Wir wissen, dass das nach ein paar Spielen im März auch anders aussehen könnte“, sagt Ziehl: „Aber wir haben eine erfahrene Mannschaft, die mit dieser Situation umgehen kann.“ Die Lust, den Platz da oben zu verteidigen, die scheint jedenfalls beim Trainer-Manager groß zu sein.