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Fußball-Regionalliga Südwest: Trainer sehen in der SV Elversberg den Favoriten

Kostenpflichtiger Inhalt: Umfrage in der Fußball-Regionalliga Südwest : Trainer sehen SV Elversberg als Favoriten

Die Verantwortlichen der 22 Fußball-Regionalligisten äußern sich vor dem Saisonstart zu den Titelanwärtern und eigenen Zielen.

An diesem Dienstag und Mittwoch startet die Fußball-Regionalliga Südwest mit drei vorgezogenen Partien in die Saison. Die SV Elversberg, die am Dienstag (18.30 Uhr) den FC Gießen empfängt, geht als Topfavorit ins Rennen. Darin sind sich die Trainer der Regionalligisten einig, wie die Umfrage des Media Sportservice (mspw) unter den 22 Verantwortlichen ergeben hat. Aber es gibt eine ganze Reihe starker Herausforderer.

Roland Seitz (VfR Aalen): „Wir mussten wirtschaftlich ein wenig abspecken. Daher geht es in der neuen Saison für uns einzig und allein um den Klassenverbleib. Als Favoriten auf den Titel sehe ich die SV Elversberg. Sie spielt seit Jahren konstant oben mit. Allerdings könnte sich die SG Sonnenhof Großaspach als Spielverderber herauskristallisieren.“

Artur Lemm (FC Bayern Alzenau): „Der Titel wird in dieser Saison an den TSV Steinbach Haiger gehen. Der Verein hat seinen Kader aus der letzten Spielzeit zusammengehalten und noch punktuell verstärkt. Die SV Elversberg und Kickers Offenbach werden ebenfalls oben mitmischen. Für uns wäre schon der Klassenverbleib eine Sensation. Durch die Corona-Pandemie wurde die Situation mit bis zu sechs Absteigern noch einmal deutlich verschärft.“

Dennis Bührer (Bahlinger SC): „Ich möchte keinen speziellen Verein im Rennen um die Meisterschaft nennen. Ich sehe mehrere Aspiranten auf den Titel und will mich da nicht festlegen. Was unsere Ziele für die neue Saison angeht, habe ich zwei: Erstens wollen wir die Saison diesmal zu Ende spielen und zweitens den Klassenverbleib schaffen.“

Martin Braun (TSG Balingen): „Die SV Elversberg, Steinbach Haiger, Homburg und Ulm werden in meinen Augen die Meisterschaft unter sich ausmachen. Wir haben uns das Ziel gesetzt, uns stetig verbessern zu wollen. Der Klassenverbleib wäre dabei ein riesiger Erfolg.“

Horst Steffen (SV Elversberg): „Der SSV Ulm hat seine ohnehin schon gefestigte Mannschaft noch einmal verstärkt. Beim TSV Steinbach Haiger ist das ganz ähnlich, und auch Kickers Offenbach hat einige namhafte Verpflichtungen getätigt. Daher traue ich diesen drei Vereinen einiges zu. Wir wurden in der vergangenen Spielzeit nach der Quotientenregel Dritter und wollen jetzt ganz oben angreifen.“

Thomas Brendel (FSV Frankfurt): „Besonders vor dieser Saison weiß man bei so vielen Mannschaften und englischen Wochen nicht, wohin die Reise geht. Wir wollen auf jeden Fall mit dem unteren Tabellendrittel nichts zu tun haben. Außerdem ist es unser Ziel, den einen oder anderen wirtschaftlich stärkeren Club zu ärgern. Ganz oben sehe ich Elversberg wegen der individuellen und wirtschaftlichen Stärke.“

Christian Preußer (SC Freiburg II): „Für mich ist die SV Elversberg der Top-Favorit auf die Meisterschaft. Allerdings hat sich auch der SSV Ulm sehr gut verstärkt. Dahinter sehe ich Kickers Offenbach und den TSV Steinbach Haiger als Verfolger. Unser Ziel ist es, dass wir in der Liga bleiben – und das so entspannt wie möglich. Wir legen aber nach wie vor den Fokus auf die Entwicklung der eigenen Spieler.“

Daniyel Cimen (FC Gießen): „Nach insgesamt 14 Zugängen heißt es für uns, schnell eine Einheit zu werden und uns in der Spielklasse zurechtzufinden. Wir wollen unbedingt ein weiteres Jahr in der Regionalliga Südwest an den Start gehen. Im Rennen um die Meisterschaft hat die SV Elversberg sehr gute Karten, da sich der Verein gut verstärkt, aber auch das Gerüst seines Teams gehalten hat. Ähnlich sehe ich das beim TSV Steinbach Haiger. Bei Kickers Offenbach war der Umbruch zwar ein wenig größer, allerdings ist viel Qualität dazugekommen. Auch mit dem SSV Ulm, dem FC Homburg und der SG Sonnenhof Großaspach wird zu rechnen sein.“

Hans-Jürgen Boysen (SG Sonnenhof Großaspach): „Der SSV Ulm und die SV Elversberg haben den Vorteil, auf eingespielte Mannschaften zurückgreifen zu können. Dahinter sehe ich vier, fünf weitere ambitionierte Vereine. Die Spielzeit wird sehr lang, mit einer frühen Entscheidung im Meisterschaftsrennen rechne ich nicht. Wir haben nach dem Abstieg aus der 3. Liga einen großen Umbruch vollzogen. Für uns steht daher über allem, schnell als Team zusammenzufinden und in der Regionalliga Südwest anzukommen.“

Marco Wildersinn (TSG 1899 Hoffenheim II): „Die SV Elversberg und der SSV Ulm sind für mich damit die ersten Anwärter auf Meisterschaft und Aufstieg. Wir haben eine sehr talentierte Mannschaft, die wir in ihrer individuellen Entwicklung voranbringen wollen. Auch tabellarisch soll sich das widerspiegeln – so weit oben wie möglich.“

Matthias Mink (FC Homburg): „Ich sehe die SV Elversberg, den TSV Steinbach Haiger und den SSV Ulm ganz weit oben. Diese Clubs verfügen über eine gute Kaderstruktur und haben sich zusätzlich sehr gut verstärkt. Wir wollen uns mit Vorbehalt dahinter einordnen und eine gute Rolle spielen.“

Tobias Damm (KSV Hessen Kassel): „Zu den Favoriten zähle ich den SSV Ulm, die SV Elversberg, Kickers Offenbach, den FC Homburg und den TSV Steinbach Haiger. Finanziell sind diese Clubs bestens aufgestellt und haben sich während der Sommerpause hervorragend verstärkt. Sechs Absteiger sind für uns als Neuling natürlich ein Brett. Es wird schwer. Aber unser Ziel lautet, in der Klasse zu bleiben.“

Heiner Backhaus (TuS Rot-Weiß Koblenz): „Für mich führt in dieser Saison im Rennen um die Meisterschaft kein Weg am SSV Ulm vorbei. Ich habe das Team beim 6:0 im Landespokal gegen meinen Ex-Club SG Sonnenhof Großaspach gesehen. Das hat mich sehr beeindruckt. Aber auch Kickers Offenbach und der TSV Steinbach Haiger haben ein Wörtchen mitzureden. Unser Ziel kann nur Nicht-Abstieg lauten. Wir werden alles dafür tun. Vielleicht können wir die Außenseiterrolle zu unserem Vorteil nutzen.“

Bartosch Gaul (FSV Mainz 05 II): „Ich sehe vor allem die SV Elversberg und den SSV Ulm ganz weit oben. Wir wollen uns von tabellarischen Zielen freimachen. Unser Fokus liegt auf der individuellen Entwicklung der Spieler. Außerdem wollen wir den Fußball umsetzen, wie wir uns das vorstellen.“

Sascha Meeth (TSV Schott Mainz): „Da wir mit Abstand über den geringsten Etat in der Liga verfügen und damit der größte Außenseiter sind, wäre es fast schon vermessen, den Klassenverbleib als Ziel auszurufen. Dennoch werden wir selbstverständlich alles versuchen, um uns zumindest so lange wie möglich die Chance zu erhalten. Meine Favoriten sind Elversberg und Homburg sowie der SSV Ulm und Kickers Offenbach. Vielleicht kann die SG Sonnenhof Großaspach mit ihrem neuformierten Kader überraschen.“

Angelo Barletta (Kickers Offenbach): „Elversberg und Steinbach waren schon in der vergangenen Saison oben. Außerdem haben sich beide Vereine noch auf einigen Positionen verstärkt. Großaspach kann als Absteiger aus der 3. Liga auch eine Rolle im Titelrennen spielen. Wir hatten einen größeren Umbruch und müssen schauen, dass wir uns oben ansiedeln. Allein schon von unserem Namen und Anspruch her muss es unser Ziel sein, den Abstand nach oben deutlich zu verringern.“

Patrick Fischer (FK 03 Pirmasens): „Unser klares Ziel ist der Nicht-Abstieg. Das wird schon schwer genug. Mit Marco Steil, der seine Karriere beendet hat, fehlt uns unser bisheriger Kapitän. Dennoch sehe ich das Team für unsere Verhältnisse ganz gut aufgestellt, sodass der Klassenverbleib ein realistisches Ziel sein sollte. Um die Meisterschaft werden Elversberg, Offenbach und Steinbach Haiger kämpfen.“

Dragan Sicaja (TSV Eintracht Stadtallendorf): „Die SV Elversberg und der SSV Ulm haben sehr gute Spieler in der Mannschaft. Daher denke ich, dass eine von diesen beiden Mannschaften am Ende ganz oben stehen wird. Für uns wird es in dieser Spielzeit ein ganz hartes Stück Arbeit, um in der Liga zu bleiben.“

Adrian Alipour (TSV Steinbach Haiger): „Unser Ziel ist es, so erfolgreich wie möglich zu spielen. Was dann am Ende dabei herauskommt, werden wir sehen. Die SV Elversberg, Ulm und der FC Homburg haben sich allesamt sehr gut verstärkt, verfügen über sehr viel Qualität und haben während der Vorbereitung überzeugt. Das macht sie zu Favoriten im Rennen um die Meisterschaft.“

Frank Fahrenhorst (VfB Stuttgart II): „Nach dem Aufstieg wollen wir eine ordentliche bis gute Saison spielen. Unser wichtigstes Ziel ist die Ausbildung unserer jungen Spieler, denen wir in der Regionalliga eine gute Plattform bieten können, um sich zu entwickeln. In der Spitzengruppe erwarte ich Offenbach und Ulm, die beide viel investiert haben. Die SV Elversberg war schon in der vergangenen Saison sehr stark, der TSV Steinbach Haiger verfügt über eine gute Mischung im Team.

Holger Bachthaler (SSV Ulm 1846 Fußball): „Wir haben in den nächsten Jahren schon das Ziel, in die 3. Liga aufzusteigen. In dieser Saison sollten wir aber noch nicht vom Gewinn der Meisterschaft sprechen. Die SV Elversberg verfolgt bereits seit Jahren diese Zielsetzung und verfügt außerdem über die notwendigen wirtschaftlichen Möglichkeiten. Auch Homburg und Steinbach traue ich eine gute Spielzeit zu.“

Matthias Born (FC Astoria Walldorf): „Die SV Elversberg ist mein Favorit auf den Titel. Schon in der zurückliegenden Saison war die SVE von Meister 1. FC Saarbrücken nicht weit entfernt. Außerdem wurde der Kader noch gezielt verstärkt. Wir haben einige Leistungsträger verloren, müssen fünf Stammspieler ersetzen. Wenn wir einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, können wir von einer guten Saison sprechen.“