1. Sport
  2. Saar-Sport

HF Illtal hoffen auf Duell mit einem Bundesligisten

Handball : Das Duell mit einem Bundesligisten winkt

Die Handballfreunde Illtal richten am Wochenende in Völklingen das Final Four um den deutschen Amateur-Pokal aus.

Als junger Kreisläufer stand der Völklinger Marcus Simowski 1991 mit dem TV Niederwürzbach im Endspiel um den DHB-Pokal. „Das wurde damals noch im Hin- und Rückspiel ausgetragen, und wir haben ganz knapp verloren“, erinnert sich der 53-Jährige. Nachdem TuSEM Essen das Hinspiel 21:16 gewann, reichte dem TVN ein 20:17-Heimerfolg im Rückspiel vor 3500 Zuschauern im ausverkauften Sportzentrum Erbach nicht mehr, um den Pott ins Saarland zu holen.

Exakt 30 Jahre später hat Simowski erstmals die Chance, als Trainer in die Hauptrunde des nationalen Pokalwettbewerbs einzuziehen. Mit seinem Team, dem Oberligisten HF Illtal, erreichte er 2020 das Final-Four-Turnier des deutschen Amateur-Pokals. Dieses wird normal in Hamburg ausgetragen – musste aufgrund von Corona aber mehrmals verschoben werden. Vor wenigen Wochen einigte sich der DHB mit den teilnehmenden Clubs, dass das Final Four aus dem Jahr 2020 doch noch nachgeholt wird – und die HF Illtal Ausrichter sind.

So findet dieses bedeutende Turnier an diesem Wochenende im Saarland statt. Die HF entschlossen sich, wegen der größeren Hallenkapazität gegenüber ihrer Heimspielstätte in Eppelborn, die Veranstaltung in der Völklinger Hermann-Neuberger-Halle auszutragen. Dort trifft der Club an diesem Samstag im zweiten Halbfinale um 17 Uhr auf die SG Langenfeld. Zuvor spielt um 14.30 Uhr die SG Altjührden (Friesland) gegen die OSF Berlin. Das Finale steigt an diesem Sonntag um 14 Uhr.

Für Illtal wird schon das Halbfinale zu einem echten Endspiel: Denn die Gewinner der beiden Halbfinal-Partien qualifizieren sich für die DHB-Pokal-Hauptrunde, wo ein attraktives Heimspiel gegen einen Erstligisten winkt. Der Verlierer des Endspiels trifft auf den Bergischen HC. Der Amateur-Pokalsieger erwartet den TSV Hannover-Burgdorf.

„Sollten wir in den DHB-Pokal kommen, würden wir am 7. Oktober spielen“, verrät der Vorsitzende der HF, Markus Dörr: „Dieses Spiel würden wir auf jeden Fall in Eppelborn austragen, um ein echtes Heimspiel zu haben.“ Nach jetzigem Stand wären in der Hellberghalle 250 Besucher zugelassen.

Um das Highlight-Spiel im DHB-Pokal zu bekommen, muss Illtal aber erst einmal gegen Langenfeld gewinnen. Der Gegner spielt ebenfalls viertklassig. Mit dem Gewinn des Saarlandpokals (30:28 gegen die SGH St. Ingbert) feierte Illtal vor 14 Tagen eine gelungene Generalprobe. Wie stark der Gegner aus Nordrhein-Westfalen ist, kann Simowski nur schwer einschätzen. Ein wenig weiterhelfen konnte ihm diesbezüglich ein alter Weggefährte: Jens Sieberger. Der 45-Jährige spielte mit Simowski gemeinsam in Altenkessel und trainiert aktuell die A-Jugend des Bergischen HC im nur wenige Kilometer von Langenfeld entfernten Solingen.

Mit einem weiteren ehemaligen Bekannten aus Altenkesseler Zeiten arbeitet Simowski im Illtal zusammen: Der ehemalige Zweitliga-Schlussmann Torsten Schramm ist dort seit sieben Jahren Torwart-Trainer. „Ich habe mich natürlich gefreut, als Marcus als Trainer verpflichtet wurde“, berichtet Schramm (47): „Bei einem Bier nach dem Training mit ihm Anekdoten aus alten Zeilen auszupacken, macht natürlich Spaß.“ Der Einzug in den DHB-Pokal wäre ein weiteres nette Gesprächsthema für die Zukunft.

Zum Final-Four-Turnier in Völklingen sind an beiden Turniertagen jeweils 388 Zuschauer zugelassen. Tagestickets können im Vorverkauf über geschaeftsstelle@hf-illtal.de oder telefonisch beim Vorsitzenden Markus Dörr unter (01 77) 58 09 828 geordert werden.