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Nach einem positiven Coronafall verschiebt FCS Tischtennis seinen Saisonstart

Kostenpflichtiger Inhalt: Coronafall bei Tischtennis-Bundesligist : FCS verschiebt zur Sicherheit den Saisonstart

Nach einem positiven Coronafall in der Mannschaft startet der deutsche Tischtennismeister 1. FC Saarbrücken später in die neue Runde.

Es wäre ein Kracher-Auftakt der neuen Bundesliga-Saison im Tischtennis geworden. Am ersten Spieltag sollten mit den TTF Ochsenhausen und dem 1. FC Saarbrücken Tischtennis die beiden Playoff-Finalisten der letzten Spielzeit aufeinandertreffen. Doch zu der Topbegegnung zwischen dem deutschen Meister aus dem Saarland, bestehend aus Patrick Franziska, Shang Kun, Darko Jorgic und Tomas Polansky, und dem Vizemeister aus Baden-Württemberg, die am Sonntag, 6. September, in Ochsenhausen stattfinden sollte, wird es – Stand heute – nicht kommen. Grund dafür ist ein positiver Corona-Test bei einem Saarbrücker Spieler. Nach SZ-Informationen handelt es sich dabei um Tomas Polansky. Es dürfte sich um den ersten bestätigten Corona-Fall im saarländischen Sport außerhalb des Fußballs handeln.

„Wir haben alle Spieler getestet. Ein Test war positiv, alle anderen negativ. Es gab keinen Kontakt zwischen dem positiv getesteten Spieler und den anderen. Wir werden trotzdem vorsichtshalber alle in Quarantäne gehen“, sagt FCS-Organisationsleiter Nicolas Barrois. Da eine sportliche Vorbereitung in der 14-tägigen Quarantäne-Zeit nicht möglich ist, ist eine Verschiebung der Partie unumgänglich. Das bestätigt auch Patrick Wichmann als Pressesprecher der TTBL: „Wenn die ganze Saarbrücker Mannschaft aus Vorsichtsgründen in Quarantäne geht, dann werden wir natürlich nicht auf der Ansetzung beharren, sondern die Partie verlegen.“

Grundsätzlich gilt bei der TTBL die sogenannte „Zwei-Spieler-Regelung“. Diese besagt, dass eine Partie, bei der ein Spieler einer beteiligten Mannschaft positiv getestet wurde oder sich in Quarantäne befindet, ausgetragen wird. Bei zwei oder mehr betroffenen Spielern kann das Spiel verschoben werden. An diesem Mittwoch ist eine Videokonferenz zum Thema zwischen dem FCS und der TTBL angesetzt.

Derweil gibt es in der Tischtennis-Bundesliga einen weiteren Corona-Fall, der den Spielplan weiter durcheinander schütteln könnte. Auch beim TSV Bad Königshofen, der am ersten Spieltag eigentlich zu Hause gegen den TTC Fulda-Maberzell antreten sollte, gibt es einen positiven Test, wie die TTBL auf ihrer Internetseite mitteilte. „Die Ansteckung der Spieler erfolgte mutmaßlich bei einer gemeinsamen Trainingseinheit in Saarbrücken. Um eine weitere Ausbreitung des Erregers zu verhindern, werden nun alle Spieler getestet, die in Kontakt mit den Betroffenen standen. In der Abstimmung der Maßnahmen stehen die beteiligten Vereine in engem Kontakt mit den zuständigen Gesundheitsämtern und Ordnungsbehörden. Das für das kommende Wochenende angesetzte Vorbereitungsturnier hat der 1. FC Saarbrücken TT vorsichtshalber bereits abgesagt“, ist dort zu lesen.