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Schnellbacher lässt SV Elversberg aufatmen

Sieg in Walldorf : Schnellbacher lässt SVE aufatmen

Fußball-Regionalligist Elversberg überzeugt in Walldorf auch mit jungen Spielern.

„Wenn wir so einen Dosenöffner gegen Hessen Kassel gehabt hätten, hätten wir das Spiel auch gewonnen. Wir brauchen zur Zeit zu viele Chancen, um ein Tor zu machen“, sagte Luca Schnellbacher nach dem 2:0-Sieg des Fußball-Regionalligisten SV Elversberg am Dienstagabend beim FC Astoria Walldorf. Schnellbacher war vor 350 Zuschauern „der Dosenöffner in Person“.

Nach einem Freistoß von Semih Sahin in der 65. Minute stieg Schnellbacher am Fünf-Meter-Raum höher als alle anderen und köpfte den Ball zum 1:0 unter die Querlatte. Riesenjubel bei der SVE, die es vor der Pause verpasst hatte, den Sack schon zuzumachen. Und bei allen gefährlichen SVE-Aktionen war Schnellbacher beteiligt. In der 11. Minuten setzte er Felix Müller ins Szene, der an Walldorfs Torhüter Paul Lawall scheiterte. In der 18. Minute verfehlte Schnellbacher mit einem Flugkopfball knapp das Tor. In der 37. Minute passte der 27-Jährige in die Mitte, wo Israel Suero nur Millimeter am Ball vorbeirutschte.

Die SV Elversberg war das klar bessere Team, obwohl einige Stammspieler verletzungsbedingt fehlen und Trainer Horst Steffen mit Sahin (21 Jahre) und Gabriel Weiß (22) zwei ganz junge Spieler von Beginn an brachte und später auch noch Valdrin Mustafa (23) und Yannik Haupts (20) einwechselte. Schnellbacher hatte mit der eigenen Rasselbande auf dem Platz keinerlei Probleme – im Gegenteil. „Die Spieler zeigen ja im Training starke Leistungen und haben sich die Einsätze verdient. Wir älteren Spieler müssen jetzt die Jungen richtig mit ins Boot holen“, sagte der Stürmer.

Wie schon die TSG Hoffenheim II und der KSV Hessen Kassel hatte auch der FC Walldorf in der Elversberger Hälfte keine Chance. Es gab einen Schuss aufs SVE-Tor, und den parierte Torhüter Frank Lehmann. Ansonsten ließ die wieder sehr starke Abwehr der SVE nichts zu. In der Offensive aber haperte es mal wieder – auch in der zweiten Halbzeit. Die SVE hatte einige richtig gute Konterchancen, doch Mustafa vergab zweimal freistehend (59., 74.). In der letzten Minute der Nachspielzeit war er bei seinem dritten Versuch erfolgreich.

Zu diesem Zeitpunkt war Schnellbacher mit einer Oberschenkelverletzung schon draußen. Der sechste Stammspieler, der ausfällt? „So schlimm ist es nicht. Es hat nur kurz gezwickt, und da bin ich lieber raus“, sagte Schnellbacher. SVE-Trainer Steffen war nach dem Sieg erleichtert. „Das war wieder hochverdient, wir waren das bessere Team. Aber wir müssen unsere Chancen besser nutzen, dann müssen wir nicht immer bis zum Ende zittern“, sagte der 52-Jährige. Am kommenden Samstag um 14 Uhr empfängt die SVE den Tabellenführer FSV Mainz 05 II an der Kaiserlinde. „Das wird ein schweres Spitzenspiel, da die Mainzer sehr gut in die Saison gekommen sind“, sagte Steffen.