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SV Elversberg: Horst Steffen bleibt - nur eine Person hätte es verhindern können

Erfolgstrainer bleibt bis 2026 : Horst Steffen: Nur eine Person hätte seine Verlängerung bei der SV Elversberg verhindern können

Horst Steffen hat seinen Vertrag beim Fußball-Drittligsten SV Elversberg bis 2026 verlängert. Der Trainer freut sich, auch künftig Dibbelabbes essen zu können – und sagt, dass nur eine Person sein Bleiben hätte verhindern können.

Er kennt die Nachbarn in seiner saarländischen Wahlheimat St. Ingbert. Er weiß, wo es die guten Restaurants dort und in Saarbrücken gibt. Und er mag die saarländischen Wälder zum Entspannen und die saarländische Küche zum Genießen. „Dibbelabbes ist super. In meiner ursprünglichen Heimat Krefeld gibt es so etwas nicht. Da gibt es nur Reibekuchen“, sagt Horst Steffen, wobei er Dibbelabbes tatsächlich ohne hochdeutschen Akzent perfekt auf Platt ausspricht.

Horst Steffen und der SV Elversberg war klar, dass es weitergehen soll

Steffen hat am Donnerstag seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag als Cheftrainer beim Tabellenführer der 3. Fußball-Liga, SV Elversberg, bis Juni 2026 verlängert. Für die Experten der Fußball-Szene ist es keine Überraschung. Und auch er selbst sagt: „Es war eigentlich von beiden Seiten klar, dass es zusammen weitergeht. Es gab keine langwierigen Gespräche, und es mussten nur ein paar Vertrags-Details geklärt werden.“

Er kam im Oktober 2018 vertragslos und löste Roland Seitz ab. Zuvor saß der gebürtige Krefelder bei den Drittligisten Chemnitzer FC, Preußen Münster und Stuttgarter Kickers auf der Bank. In Elversberg stellte Steffen einen Rekord nach dem anderen auf. Beste Rückrunde aller Zeiten, beste Vorrunde aller Zeiten, die meisten Tore und die meisten Punkte in einer Saison – und letztlich den seit acht Jahren herbeigesehnten Aufstieg in die 3. Fußball-Liga. Dort ging es als bester Aufsteiger und bester Herbstmeister aller Zeiten genauso weiter.

„Ich war noch nie länger im Traineramt als hier in Elversberg“

Am 8. März dieses Jahres wird aller Voraussicht nach der nächste Rekord folgen. Dann wird er Neale Marmon als bislang längsten Trainer im Amt in der Regionalliga- und Drittliga-Geschichte der SVE ablösen. „Natürlich ist das etwas Besonderes. Ich war auch noch nie länger im Traineramt als hier in Elversberg. Trotzdem war das Wichtigste von allem der Aufstieg in die 3. Fußball-Liga“, sagt Steffen.

In der vergangenen Saison hat Eros Dacaj vier Spieltage vor dem Saisonende in der Nachspielzeit bei der TSG Balingen das Siegtor geschossen. Am drittletzten Spieltag drehte die SVE in der Schlussphase das Spiel gegen den VfB Stuttgart II und machte aus einem 0:1 ein 2:1. Bleibt einer dieser beiden Momente aus, bleibt die SVE in der Regionalliga und Steffen muss vielleicht als ein weiterer Trainer, der den Aufstieg mit der SVE nicht geschafft hat, den Verein verlassen. „Es gibt im Fußball Dinge, die man nicht direkt beeinflussen kann und man braucht auch etwas Spielglück. Ich würde aber auch sagen, dass wir ein paar ganz gute Entscheidungen getroffen haben“, meint der SVE-Trainer.

Horst Steffen: Seine Frau hätte das Veto einlegen können

„Horst Steffen wäre in dieser Saison auch noch unser Trainer, wenn es mit dem Aufstieg nicht geklappt hätte. Was alle Beteiligten hier bei der SVE in den vergangenen Jahren aufgebaut haben, ist schon enorm, und Horst Steffen hat daran einen enormen Anteil“, sagt Sportdirektor Ole Book, dessen Vertrag ebenfalls schon verlängert wurde. Book und Steffen haben aus der Regionalliga-SVE einen Club gemacht, der mit großem Abstand an der Tabellenspitze der 3. Fußball-Liga steht.

Da muss es doch Vereine geben, die sagen: „Hier ist viel mehr Geld als in Elversberg, bitte macht das bei uns auch mal so“, oder? „Zu vertraglichen Sachen gibt es von mir weiterhin keine Auskünfte“, sagt Steffen und Book nickt. Das mit den vertraglichen Nichtauskünften geht bis Juni 2026 so weiter? „Genau“, sagt Steffen und lacht. Ein bisschen etwas gab er dann schon preis. Bei der Frage, ob niemand die Verlängerung in Elversberg hätte verhindern können. „Doch, meine Familie. Wenn meine Frau in Krefeld gerne gehabt hätte, dass ich wieder nach Hause komme, dann wäre es eng geworden. Aber Claudia freut sich mit mir, und wir sehen uns fast jedes Wochenende“, so der 53-Jährige.

Bei der Frage nach den sportlichen Zielen und in welcher Liga die SVE im Jahr 2026 spielen soll, sagt Book: „Es geht nicht um eine Liga. Wir wollen uns sportlich immer weiter verbessern und gute Entscheidungen treffen.“ Steffen sagt: „Das Stadion wird weiter ausgebaut, wir bekommen eine neue Geschäftsstelle und ein neues Trainingszentrum in St. Ingbert. Natürlich wollen wir uns auch sportlich weiterentwickeln. Es macht zur Zeit einfach großen Spaß mit allen bei der SVE zu arbeiten und zu sehen, wie motiviert alle sind.“