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Stiftung Warentest und Co: Internet-Portale bieten Verbrauchern Rat

Verbraucherportale : Digitale Nachhilfe f?r Verbraucher

Rechte haben Konsumenten viele ? die wenigsten aber kennen sie alle. Internetportale helfen.

Verbraucher haben in Deutschland eine Vielzahl an Rechten. Niemand muss sich beispielsweise nervige Telefonwerbung, ausstehende R?ckzahlungen und defekte Ware aus dem Onlineshop gefallen lassen. Allerdings ist es gar nicht so einfach, alle Verbraucherrechte in vollem Umfang zu kennen und sie bei Bedarf durchzusetzen. Damit Konsumenten mit ihren Fragen und Problemen nicht allein dastehen, stellen viele Organisationen online kostenlos Infomaterial zur Verf?gung und beraten Hilfesuchende, teils unentgeltlich.

So hat etwa das Europ?ische Verbraucherzentrum (EVZ) Deutschland vor kurzem den Podcast ?Hilfe, mein Toaster brennt!? gestartet, der Verbrauchern einfache und verst?ndliche Tipps f?r den Alltag liefert. Der Podcast ist auf Amazon Music, Apple Podcast, Deezer, Podigee, Podimo und Spotify nachzuh?ren.

Er besch?ftigt sich schwerpunktm??ig mit Einkaufen und Reisen ? zwei Themen, die seit Ausbruch der Corona-Pandemie durch unseri?se Webseiten und ausbleibende R?ckzahlungen bei Kunden h?ufiger f?r Probleme sorgen. Das EVZ unterst?tzt Konsumenten auf seiner Webseite auch mit ausf?hrlichen Informationen zu den Themen ?Einkaufen und Internet? und ?Finanzierungen und Versicherungen?. Au?erdem k?nnen Verbraucher Fragen stellen und Beschwerden einreichen.

Ein Thema des Verbraucherzentrums, das in der Corona-Pandemie arg an Aufmerksamkeit eingeb??t hat, aber in Zukunft wieder an Bedeutung gewinnen wird, ist der Flugverkehr. Bei starker Flugversp?tung, Flugausfall und ?berbuchung steht den Passagieren in vielen F?llen laut EU-Fluggastrechteverordnung eine Ausgleichszahlung von bis zu 600 Euro zu. Eintreiben muss der Passagier das Geld bei der Fluglinie ? und das kann kompliziert werden, wenn die in einem anderen EU-Land sitzt. Wer im Internet nach Hilfe sucht, st??t schnell auf Angebote von Dienstleistern, die Hilfe anbieten, sich das aber gut bezahlen lassen. Das Verbraucherzentrum informiert zum Beispiel ?ber Alternativen, die weniger sichtbar, daf?r aber kostenlos sind.

Der Fokus der Stiftung Warentest liegt hingegen auf der objektiven Bewertung von Waren. Die Tests der gemeinn?tzigen Organisation und die anschlie?ende Notenvergabe von sehr gut bis mangelhaft sollen Verbraucher vor Fehlk?ufen bewahren und auf dem Markt f?r mehr Transparenz sorgen. Die Ergebnisse werden haupts?chlich in Zeitschriften, Ratgebern und Jahrb?chern ver?ffentlicht ? aber auch im Internet.

Wichtig f?r Verbraucher sind auch die Verbraucherzentralen, die Ratsuchenden nicht nur kostenlose Informationen auf ihren Webseiten zur Verf?gung stellen, sondern ihnen bei Problemen zudem zur Seite stehen. Die Beratung erfolgt ? sofern die Corona-Ma?nahmen das zulassen ? pers?nlich in einer der Beratungsstellen, via Telefon oder als E-Mail-Beratung.

Einige der Angebote sind zwar kostenpflichtig, allerdings gibt es auch Themenbereiche, die mit keinerlei Kosten verbunden sind. So bietet die Verbraucherzentrale Saarland beispielsweise eine kostenlose Energieberatung an, die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ber?t unter anderem bei Fragen zu Ern?hrung, Lebensmitteln und Gesundheit unentgeltlich. Die Auswahl an Angeboten sowie die daf?r verlangten Preise unterscheiden sich je nach Bundesland. Bevor Verbraucher einen Termin buchen oder das Telefon in die Hand nehmen, sollten sie einen Blick auf die Webseite der jeweiligen Zentrale werfen und sich informieren.

N?tzlich f?r Verbraucher ist auch das Fr?hwarnsystem der Verbraucherzentralen und ihres Bundesverbands ? der Marktw?chter. Durch konstante Beobachtung des Marktes und Analyse der ?ber das Beschwerdeportal eingehenden Klagen sollen Fehlentwicklungen am Markt schnell erkannt und behoben werden k?nnen. Die Erkenntnisse aus den Marktw?chtern ?Finanzen?, ?Digitale Welt? und ?Energie? werden f?r die Verbraucher aufgearbeitet und auf der Portalseite ver?ffentlicht.