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Regeln fürs Reisen in Deutschland: Das gilt für Urlauber in den Ländern

Reise-Regeln : Das gilt für Urlauber in den Bundesländern

Die Corona-Zahlen sinken, die Reiselust steigt. Viele Menschen sehnen sich nach Urlaub. Die Möglichkeiten sind allerdings nach wie vor begrenzt. In einigen Bundesländern werden immerhin die Beschränkungen kräftig gelockert. Ein Überblick.

Urlaub auf Mallorca ist möglich,  eine Reise auf die Kanarischen Inseln ebenfalls. Doch was ist eigentlich mit Urlaub im eigenen Land? Bislang gilt: Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinander folgenden Tagen über 100, greifen dort ab dem übernächsten Tag bundeseinheitliche Maßnahmen. Restaurants und Hotels bleiben geschlossen. Für Regionen mit stabilen Sieben-Tage-Inzidenzen unter 100 entscheiden die Länder selbst über die Corona-Maßnahmen. Einige machen von den Lockerungen kräftig Gebrauch.

BADEN-WÜRTTEMBERG Liegen die Corona-Zahlen fünf Tage in Folge unter einer Inzidenz von 100, darf zum Beispiel die Außen- und Innengastronomie zwischen 6 und 21 Uhr mit Hygieneauflagen und Testkonzepten wieder öffnen. Seit dem vergangenen Samstag dürfen auch Hotels und Pensionen in Land- und Stadtkreisen mit einer Inzidenz unter 100 an fünf Werktagen nacheinander unter Auflagen wieder öffnen. Die Betriebe dürfen nur geimpfte, genesene oder getestete Gäste empfangen. Auch Ferienwohnungen dürfen wieder vermietet werden. Theater, Konzerte und Kino sind im Freien in den Regionen unter 100 ebenfalls wieder möglich. Museen und Gedenkstätten dürfen in Baden-Würtemberg wieder öffnen.

BAYERN In bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 100 dürfen am Pfingstwochenende Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und auch Jugendherbergen wieder Touristen empfangen. Gleiches gilt für Seilbahnen, die Fluss- und Seenschifffahrt, den touristischen Bahn- und Busverkehr, Städte- und Gästeführungen im Freien sowie für die Außenbereiche von medizinischen Thermen. Voraussetzung ist ein maximal 24 Stunden alter negativer Corona-Test. Biergärten und die Außengastronomie dürfen bereits jetzt bei Inzidenzen unter 100 Gäste bewirten.

BERLIN In der Hauptstadt dürfen seit Mittwoch Museen und Gedenkstätten wieder öffnen. Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen gelten nicht mehr. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist nach den Daten des Robert-Koch-Instituts in Berlin fünf Werktage in Folge unter dem wichtigen Schwellenwert von 100 geblieben. Unter anderen sind touristische Angebote wie Stadtrundfahrten und Schiffsausflüge im Freien wieder möglich. Voraussetzung ist ein negatives Testergebnis und ein vorab gebuchter Termin.

Seit Mittwoch dürfen auch Kinos, Theater und Konzerthäuser Veranstaltungen unter freiem Himmel anbieten. Allerdings bleibt die Personenzahl auf 250 Teilnehmer begrenzt. Ab dem 21. Mai dürfen Gaststätten ihre Außenbereiche öffnen. Besucher brauchen einen negativen Test oder müssen vollständig geimpft sein.

HAMBURG Die Corona-Verordnung in Hamburg erlaubt Übernachtungen in Hotels und Ferienwohnungen weiterhin nur aus beruflichen Gründen, medizinischen oder sozial-ethischen Anlässen. Die Hamburger Gastronomen dürfen hingegen mit der Öffnung ihrer Außenbereiche an Pfingsten starten. Das hat der Hamburger Senat hat in einem Stufenplan beschlossen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN In Mecklenburg-Vorpommern darf die Gastronomie von Pfingstsonntag (23. Mai) an wieder öffnen – sowohl außen als auch innen. Auch einheimische Dauercamper sollen nach Plänen von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) von Pfingsten an wieder über Nacht auf den Plätzen bleiben können.

Der Tourismus in dem Bundesland wird am 7. Juni für Einwohner des Landes und am 14. Juni für Gäste aus den anderen Bundesländern geöffnet. Die von der Tourismusbranche kritisierte späte Öffnung für Gäste aus anderen Bundesländern wird am 31. Mai noch einmal überprüft, kündigte Schwesig am Montag an.

NIEDERSACHSEN In Niedersachsen sind Tourismus und Gastronomie wieder vorsichtig geöffnet worden. Übernachtungen in Hotels, Ferienwohnungen oder auf Campingplätzen sind zunächst für Einwohner des Bundeslandes möglich, es zählt der Erst- oder Zweitwohnsitz. An dieser sogenannten Landeskinderregelung soll voraussichtlich bis Ende Mai festgehalten werden. Geöffnet hat zudem die Außengastronomie, all dies kombiniert mit einer Testpflicht. Tagesausflüge sind uneingeschränkt möglich, auch für Einwohner anderer Bundesländer.

NORDRHEIN-WESTFALEN Im bevölkerungsreichsten Bundesland sollen Hotels und Pensionen für private Gäste bei einer stabilen Wocheninzidenz unter 100 wieder öffnen dürfen. Sie können aber nur bis zu 60 Prozent ihrer Kapazitäten ausschöpfen. Gäste müssen getestet, geimpft oder genesen sein. Auch Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder öffnen. Bei einer stabilen Wocheninzidenz unter 50 fallen die Kapazitätsbegrenzungen für Hotels weg. Bei unter 100 darf die Außengastronomie wieder geöffnet werden, sind es weniger als 50 Infizierte je 100 000 Einwohner, darf auch wieder drinnen bedient werden. Wieder öffnen dürfen Minigolfanlagen, Klettergärten und andere kleine Freizeiteinrichtungen.

SCHLESWIG-HOLSTEIN Ganz im Norden in Schleswig-Holstein dürfen Touristen aus ganz Deutschland ab Montag wieder Urlaub machen. Bislang war das nur in vier Modellregionen möglich. Auch in weiteren Bereichen wird das öffentliche Leben normalisiert. Gefordert sind aber neben Hygieneauflagen wie dem Tragen von Schutzmasken in bestimmten Situationen vor allem negative Corona-Tests vor der Anreise und dann alle drei Tage. Überall im Land ist bereits die Außengastronomie erlaubt.

Die Sieben-Tages-Inzidenz lag laut Robert Koch-Institut (RKI) am Montag bei 35,1. Das war der niedrigste Inzidenzwert unter allen 16 Bundesländern.

(dpa)